Anton Mattle fordert in Lindau den Ausbau des Brenner-Nordzulaufs

Landeshauptmann Anton Mattle fordert beim Forum den Ausbau des Brenner-Nordzulaufs. Bayern verwies auf nötige Beschlüsse und Finanzierung in Deutschland.
Beim EUSALP-Jahresforum in Lindau forderte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle den Ausbau des Brenner-Nordzulaufs und der Terminalinfrastruktur. Nur wenn die Bahnstrecke durchgehend betriebsbereit sei und genügend Kapazität biete, könne der europäische Transitverkehr auf die Schiene wechseln. Mattle drängte darauf, für den gesamten Brennerkorridor miteinander Lösungen zu erarbeiten.
Beim Bau des Brenner-Basistunnels werde es länger dauern, weil die Technik auf den aktuellsten Stand gebracht werde. Darüber hatte die österreichisch-italienische Projektgesellschaft BBT SE informiert. Mattle bezeichnete jede Verzögerung als Rückschlag und sagte, nun herrsche Klarheit über das weitere Vorgehen. Er drängte darauf, dass die mit dem Projekt betrauten Stellen Informationen nicht länger zurückhielten und den Tunnel zügig zu Ende bauten.
Bayern hatte seine Unterstützung für den Ausbau des Brenner-Nordzulaufs zuvor in München bei der EUSALP-Mobilitätskonferenz zum Ausdruck gebracht. Deutschland müsse nun die Finanzierung sicherstellen und die nötigen Entscheidungen treffen, damit die Ausarbeitung des Vorhabens weitergeführt werden könne.
EUSALP setzt auf neue Instrumente und Jugendbeteiligung
Die EUSALP-Generalversammlung sprach sich in der Deklaration von Lindau erneut dafür aus, die EU-Alpenraumstrategie voranzubringen. Vorrangig soll die Strategie besser finanziert und in der Praxis wirksamer umgesetzt werden sowie in der Politik mehr bewegen. Drei „EUSALP Missions“ sollen als neue Instrumente konkrete Initiativen in ausgewählten Zukunftsbereichen voranbringen.
Der Jugendrat umfasst 28 junge Menschen aus den Alpenländern. Bei der Generalversammlung wurden seine neuen Mitglieder für die Amtsperiode 2026/2027 bestätigt. Beim Forum fand auch das Finale von „Pitch Your Project“ mit fünf ausgewählten Projekten statt. Dazu zählt „TouMove“, eine Initiative für nachhaltige Tourismusmobilität, für die ein erstes Pilotprojekt im Pillerseetal geplant ist. Das Mobilitätsprogramm YOALIN der CIPRA vergibt Interrail-Tickets für Reisen im Alpenraum.
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