Betreiber modernisiert Abfallzentrum in Nußdorf-Debant

Die Rossbacher GmbH plant bis Ende 2028 rund 45 Millionen Euro für den Umbau, davon rund vier Millionen Euro für den Brandschutz.
Die Rossbacher GmbH investiert bis Ende 2028 rund 45 Millionen Euro in die Modernisierung des Abfallwirtschaftszentrums in Nußdorf-Debant. Damit sollen der Brandschutz verbessert, mehr Wertstoffe wiederverwertet und Abfalltransporte verstärkt auf die Schiene verlagert werden.
Nach dem Großbrand in der Recyclinganlage Ende Juni 2025 besuchte Landeshauptmann Anton Mattle das Abfallwirtschaftszentrum am 17. Oktober bei einem Lokalaugenschein. Er ließ sich über den Stand der Arbeiten, neue Sicherheitsvorkehrungen und geplante Recyclingtechnologien informieren.
Rund vier Millionen Euro der geplanten Investition sind für den Brandschutz vorgesehen. Die Halleninfrastruktur soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden. Die Anlagentechnik befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase. Der Ausbau der Bahninfrastruktur ist für 2027 und 2028 vorgesehen.
Kunststoffsortierung soll die bisherige Leistung verdoppeln
Vorgesehen sind eine vollautomatische Kunststoffsortieranlage und eine Ressourcenrückgewinnungsanlage. Die Sortieranlage soll Verpackungskunststoffe für rund 500.000 Einwohner verarbeiten und die bisherige Sortierleistung verdoppeln. In der Rückgewinnungsanlage sollen bis zu 60 Prozent der Wertstoffe aus Sperrmüll sowie Gewerbe- und Baustellenabfällen zurückgewonnen werden. Dadurch können Abfallmengen sinken, die thermisch verwertet werden müssen.
Durch die stärkere Verlagerung von Abfalltransporten auf die Schiene könnten laut Unternehmensangaben künftig bis zu 4.000 Lkw-Fahrten im Bezirk Lienz eingespart werden. Das Land Tirol verbindet die Verlagerung mit einer Entlastung der Straßen und einem Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Das Land Tirol appelliert, Batterien, Akkus und Elektrogeräte fachgerecht zu entsorgen. Sie gehören nicht in den Restmüll, den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Das gilt auch für E-Zigaretten und Einweg-Vapes mit fest verbauten Akkus. Batterien und Akkus können kostenlos bei Rücknahmestellen im Handel oder bei den Recyclinghöfen der Gemeinden abgegeben werden. Bei Lithium-Ionen-Akkus wird empfohlen, sichtbare Pole nach Möglichkeit mit Isolierklebeband abzukleben. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus sollten möglichst rasch zu einer geeigneten Sammelstelle gebracht werden.
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