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Brenner Basistunnel soll erst 2034 in Betrieb gehenBild mit KI erstellt

Die Projektgesellschaft BBT SE rechnet jetzt mit Gesamtkosten von rund 11,7 Milliarden Euro. Ein Grund ist eine Neuplanung mit einem zusätzlichen Servicetunnel.

Der Brenner Basistunnel zwischen Österreich und Italien soll nach aktuellem Stand erst 2034 für den regulären Zugverkehr bereitstehen. Die Projektgesellschaft BBT SE hat dazu am Dienstag neue Prognosen veröffentlicht. Die Gesamtkosten schätzt sie nun auf rund 11,7 Milliarden Euro.

Bauende 2033, Probebetrieb 2034

Laut BBT SE sollen die Bauarbeiten 2033 fertig sein. Für 2034 sind Tests, ein Probebetrieb, die behördlichen Genehmigungen und Restarbeiten vorgesehen. Danach soll der Tunnel als EU-konformes Bahnsystem in Betrieb gehen.

Hintergrund ist eine Neuplanung der Bahntechnik. Sie stützte sich bisher auf einen Projektstand aus dem Jahr 2008, seither sind neue Technik und Sicherheitsvorschriften verbindlich geworden. Auch Erfahrungen aus dem Gotthard-Basistunnel flossen in die Planung ein.

Eine zentrale Rolle spielt der Erkundungsstollen, eine dritte Röhre mittig unterhalb der beiden Bahntunnel. Er wird künftig als Servicetunnel genutzt. Viele technische Anlagen wandern dorthin, und Wartungsfahrzeuge erreichen sie, ohne dass die Bahnröhren gesperrt werden müssen. Damit sollen vollständige Betriebsunterbrechungen seltener werden, Verfügbarkeit und Sicherheit sollen deutlich steigen.

Was die Kosten treibt

Als wesentliche Gründe für die höheren Kosten nennt die BBT SE zusätzliche Tunnelbauwerke für den Servicetunnel und die längere Bauzeit. Dazu kommen teurere bahntechnische Anlagen, weil technische und sicherheitsbezogene Anforderungen gestiegen sind, sowie Preissteigerungen und Inflation.

Kritik kommt von den NEOS. Der Tiroler Nationalratsabgeordnete Dominik Oberhofer spricht von zwei Jahren längerer Bauzeit und mehr als einer Milliarde Euro zusätzlichen Kosten. Er verlangt, dass die Ursachen offengelegt werden. Unter anderem will er wissen, warum die Entwicklung nicht früher absehbar war und welche Schritte nun folgen, damit sich der Termin nicht weiter verschiebt.

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