Deklaration in Wien setzt auf europäische Wertschöpfung
Bild mit KI erstellt Die Unterzeichner wollen europäische Wertschöpfung bei öffentlichen Investitionen stärken. Die WKÖ fordert Entlastungen und Investitionsanreize.
Die Bundesregierung und staatsnahe Unternehmen haben am Mittwoch, 14. Oktober, im Bundeskanzleramt in Wien die „Made in Europe“-Deklaration unterzeichnet. Sie bekennen sich darin dazu, bei öffentlichen Investitionen und Beschaffungen stärker auf europäische Wertschöpfung zu setzen.
Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bezeichnete die Stärkung des Industriestandorts Österreichs und Europas angesichts geopolitischer Herausforderungen als Gebot der Stunde. Sie sieht die Industrie als Innovationsmotor und treibende Kraft für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Die industrielle Basis solle gesichert und ausgebaut werden, wobei bewährte internationale Handelspartner einbezogen werden sollen.
Die am selben Mittwoch vorgelegten Herbstprognosen erwarten ein Wachstum der österreichischen Wirtschaft. Das WIFO rechnet mit einem realen BIP-Plus von 0,9 Prozent für 2026 und 1,3 Prozent für 2027. Das IHS prognostiziert 0,8 Prozent für 2026 und 1,0 Prozent für 2027. Laut WKÖ erholt sich die Wirtschaft, ist aber noch von einem echten Aufschwung entfernt. Die Entwicklung bleibe deutlich hinter früheren Aufschwungphasen zurück.
Nach der WIFO-Prognose trägt die Industrie wieder wesentlich zur Erholung bei. Hohe Energiepreise, schwacher Konsum, steigende Finanzierungskosten und die Budgetkonsolidierung bremsen laut WKÖ die wirtschaftliche Dynamik. Die WKÖ verweist zudem auf den jüngsten Energiepreisschub, der laut WIFO die Inflation antreibt und Kaufkraft, Margen und Wettbewerbsfähigkeit belastet. Schultz fordert weitere finanzielle und bürokratische Entlastungen, rasche Investitionsanreize und eine Entlastung bei den Energiekosten.
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