Drei Schadwölfe im Bezirk Hermagor entnommen
Bild mit KI erstellt Die drei Entnahmen betrafen Wölfe, die Tiere gerissen, verletzt oder unmittelbar angegriffen hatten. Zudem wurden 31 Nutztierrisse bestätigt.
Zwischen 1. Juli und 30. September wurden in Kärnten drei Schadwölfe im Bezirk Hermagor entnommen. In allen drei Fällen hatten die Wölfe Tiere gerissen, verletzt oder unmittelbar angegriffen.
Im selben Zeitraum standen den Abschüssen 17 Entnahmemöglichkeiten gegenüber. Sachverständige und DNA-Ergebnisse bestätigten 31 Nutztierrisse durch Wölfe. Risikowölfe mussten 17-mal aus dem Siedlungsgebiet vergrämt werden. Die Einhaltung des Kärntner Alm- und Weideschutzgesetzes wurde bei den drei Entnahmen vorab und nach Meldung der jeweiligen Abschüsse genau überprüft.
Das Wolfsmonitoring erfasst Spuren und Rudel
Für 2026 nennt der Bericht bislang 15 verordnungs- und gesetzeskonforme Wolfsentnahmen in Kärnten. Seit Inkrafttreten der ersten Wolfsverordnung wurden dort knapp 840-mal Risikowölfe aus Siedlungsgebieten vergrämt. Seither gab es 278 Entnahmemöglichkeiten und 45 Wolfsabschüsse.
Das Monitoring umfasst rissbezogene Erhebungen, das aktive Sammeln von Wolfslosungen in ganz Kärnten und systematische Kamerafallen in Rudelgebieten. Sachverständige des Landes gehen derzeit von drei bis vier Rudeln auf Kärntner Gebiet aus.
Das genetische Monitoring bei Riss- und Verletzungsbegutachtungen seit 2021 weist für Kärnten vor allem Wölfe der alpenländischen und der dinarischen Subpopulationen aus. Diese befinden sich insgesamt in einem günstigen Erhaltungszustand.
Jagdreferent LHStv. Martin Gruber bezeichnete ein grenzüberschreitendes Wolfsmanagement im Alpenraum als nächsten Schritt. Er verwies darauf, dass die EU-Kommission den Schutzstatus des Wolfs gesenkt habe. Die Praxis in den Nachbarländern, aus denen Wölfe nach Kärnten kommen, müsse sich daran anpassen. Der Wolf befindet sich nun im selben Anhang der FFH-Richtlinie wie etwa die Gämse oder der Baummarder.
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