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Feuerwehr wertet 17-tägigen Waldbrand in Eisbach-Rein ausBild mit KI erstellt

Bei der Nachbesprechung wurden Verbesserungen für künftige Waldbrände beraten. Sieben neue Fahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung sind bereits bestellt.

Am Samstag, 25. April 2026, kurz nach Mittag wurden die ersten Feuerwehren zu einem Waldbrand am Mühlbachkogel in Eisbach-Rein alarmiert. Aus dem zunächst örtlich begrenzten Feuer wurde rasch ein Großeinsatz, der 17 Tage dauerte.

Trockene Vegetation, niedrige Luftfeuchtigkeit und Wind begünstigten die Ausbreitung. In der Region lag das Niederschlagsdefizit bei rund 70 bis 85 Prozent. Steile und teils kaum zugängliche Hänge, lose Steine sowie instabile Wurzelstöcke und Bäume erschwerten die Arbeiten. Der Einsatz endete ohne schwere Personenschäden.

Hubschrauber unterstützten die Brandbekämpfung aus der Luft

Zeitweise waren bis zu acht Hubschrauber des Innenministeriums, des Bundesheeres und privater Betreiber gleichzeitig im Einsatz. Während der ersten sechs Einsatztage brachten sie rund 3,3 Millionen Liter Löschwasser auf die betroffenen Waldflächen. Am Boden sorgten unter anderem Wasserentnahmestellen, Löschwasserbehälter und Tanklöschfahrzeuge für Nachschub. In Spitzenzeiten wurden rund 7.000 Liter Wasser pro Minute benötigt.

Nach rund sechs Tagen war das Oberflächenfeuer weitgehend gelöscht, und die Hubschrauber konnten abgezogen werden. Die Feuerwehrkräfte gruben danach den Boden stellenweise händisch 50 bis 70 Zentimeter tief auf, um Glutnester freizulegen und abzulöschen. Forstfachkräfte entfernten gefährliche Bäume, Bergretter sicherten die Einsatzkräfte im Gelände. Drohneneinheiten unterstützten während der gesamten 17 Tage, besonders nachts mit Wärmebildtechnik bei der Suche nach Glutnestern.

Teilnehmende beraten Verbesserungen für künftige Waldbrände

Am Freitag, 9. Oktober 2026, lud der Bereichsfeuerwehrverband Graz-Umgebung zur Nachbesprechung in die Eventlocation Wollschlager in Eisbach-Rein. Den fachlichen Rückblick gestalteten ABI Hannes Koch, Kommandant der Feuerwehr Eisbach-Rein und Einsatzleiter, sowie KHD-Kommandant ABI Marc Pacher. Bereichsfeuerwehrkommandant LFR Gernot Rieger begrüßte unter anderem Landesfeuerwehrkommandant LBD Reinhard Leichtfried und Vertreter beteiligter Einsatzorganisationen und Behörden.

Während der 17 Einsatztage waren rund 3.000 Personen beteiligt, darunter etwa 2.500 Feuerwehrkräfte mit mehr als 600 Fahrzeugen. Unterstützung kam aus allen steirischen Bereichsfeuerwehrverbänden sowie aus den Landesfeuerwehrverbänden Niederösterreich und Burgenland. Bei der Nachbesprechung wurden unter anderem die Alarmierung zusätzlicher Kräfte, die Ablöse von Waldbrandzügen, die Führungsunterstützung und die persönliche Schutzausrüstung behandelt.

Bei der Veranstaltung wurde ein neues Fahrzeug zur Waldbrandbekämpfung vorgestellt, das künftig in den steirischen Bereichsfeuerwehrverbänden zur Verfügung stehen soll. Die ersten sieben Stück sind bereits bestellt. Der Bereichsfeuerwehrverband Graz-Umgebung überreichte Dankesmedaillen an Führungskräfte und Vertreter beteiligter Organisationen. Auch die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel ließ Erinnerungs-Patches anfertigen.

Das Feuer beeinträchtigte rund 70 Hektar Wald. Die betroffenen Waldflächen gehören dem Zisterzienserstift Rein. Nach bisherigen Planungen sollen dort rund 100.000 Bäume gepflanzt werden, wofür etwa 10.000 Arbeitsstunden nötig sein werden. Vorgesehen sind verschiedene Baumarten, darunter Rotbuchen und Bergahorn sowie Weißkiefern und Traubeneichen. Wegen des schwierigen Geländes wird auch geprüft, ob Saatgut mit Drohnen ausgebracht werden kann.

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