Future Day in Kärnten macht Berufsfelder für Jugendliche erlebbar
Bild mit KI erstellt 64 Jugendliche aus drei Schulen probierten Tätigkeiten aus und sprachen mit Beschäftigten über deren Arbeitsalltag und berufliche Wege.
Beim dritten Future Day im Amt der Kärntner Landesregierung erkundeten 2026 insgesamt 64 Jugendliche aus drei Schulen verschiedene Berufsfelder. Sie waren zwölf bis 14 Jahre alt und versuchten sich selbst an beruflichen Tätigkeiten. Mitarbeitende tauschten sich mit ihnen über den eigenen Werdegang und ihren Arbeitsalltag aus.
Für das Angebot sorgten fünf Abteilungen der Kärntner Landesverwaltung. Mit getrennten Angeboten für Mädchen und Buben verfolgte das Projekt gezielt das Ziel, den Jugendlichen auch Berufe näherzubringen, an die sie unter dem Einfluss von Rollenvorgaben aus der Gesellschaft möglicherweise bislang nicht als eigene berufliche Möglichkeit gedacht hatten. Im Mittelpunkt stand eine geschlechterreflektierte Berufsorientierung. Die Durchführung übernahm der Verein EqualiZ. Den Anstoß zum Projekt gab die Gleichbehandlungsstelle des Landes Kärnten.
Jugendliche befassten sich mit konkreten Berufsfeldern
Mit Sozialer Arbeit, Kinderrechten und Emotionen beschäftigten sich Buben in der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Physiotherapie und Sportwissenschaft gehörten ebenso zu den Themen für Mädchen im Olympiazentrum wie Tiefenstabilisation und Trainingsmethoden. KAGIS und das Institut für Seenforschung ermöglichten den Jugendlichen, im Labor zu arbeiten und Mikroskope zu nutzen. Außerdem lernten sie dort 3D-Modelle und Karten kennen.
Neu beim Future Day 2026 war die Forstwirtschaft. Teilnehmerinnen erfuhren, wie Aufforstung funktioniert, wie mit dem Borkenkäfer umgegangen wird und wie Drohnen und Luftbilder in der Forstarbeit eingesetzt werden. Im Landesmuseum Kärnten lernten Mädchen unter anderem Zoologie, Archäologie, Restaurierung und Ausstellungsbau kennen. Buben erhielten Einblicke in Pädagogik, Bibliotheksarbeit, Volkskunde und Inklusion.
EqualiZ bereitete die teilnehmenden Klassen vor dem Future Day in einer eigenen Unterrichtseinheit auf Geschlechterrollen, Berufswahl und ihre Vorstellungen von Arbeit und Zukunft vor. Die Landesrätinnen Beate Prettner und Marika Lagger-Pöllinger betonten, dass Interessen und Fähigkeiten die Berufswahl prägen sollten, nicht starre Geschlechterrollen. Christine Erlach, Geschäftsleiterin von EqualiZ, sagte, Jugendliche könnten beim Future Day auch Berufe entdecken, an die sie zuvor nicht gedacht hätten.
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