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Gericht eröffnet Sanierungsverfahren für DK Manufacturing in AigenBild mit KI erstellt

17 Gläubiger sind betroffen. Das Unternehmen will den Betrieb fortführen und eine Quote von 30 Prozent anbieten.

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz hat am 12. Oktober 2026 über das Vermögen der DK Manufacturing GmbH ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Das Unternehmen hatte den Antrag selbst gestellt. Zur Sanierungsverwalterin bestellte das Gericht die Rechtsanwaltskanzlei Jaufer Rechtsanwälte GmbH. Betroffen sind 17 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund 7,015 Millionen Euro. Bei Antragstellung waren zwei Dienstnehmer beschäftigt.

Die 2017 gegründete Gesellschaft betreibt in Aigen in der Weststeiermark eine Destillerie, in der sie Spirituosen entwickelt, herstellt und vermarktet. Zum Angebot zählen unter anderem Whisky, Gin, Rum, Wermut, Edelbrände und Liköre. Als bekannte Eigenmarken nennt der AKV Sulm Valley Whiskey, Ginerol, Barrel Aged Dry Gin und Organic Liqueur Orange. Einzelne Produkte werden auch über Partnerunternehmen vertrieben.

Antragstellerin nennt mehrere Belastungen als Insolvenzgründe

Die Antragstellerin führt die Insolvenz auf eine seit längerer Zeit angespannte Marktlage, rückläufige Aufträge, ein verändertes Konsumverhalten und deutlich schwächere Exportabsätze zurück. Nach ihren Angaben konnten die Investitionen der vergangenen Jahre und die damit verbundenen Finanzierungskosten nicht mehr aus den laufenden Erträgen bezahlt werden. Außerdem nennt sie fällig gestellte Finanzierungen, einen daraus entstandenen Liquiditätsengpass, die eingeschränkte Verwertbarkeit der Lagerprodukte und gescheiterte Gespräche mit Investoren. Auch die besondere Situation bei der Alkoholsteuer führt sie als wesentlichen Faktor an.

Zu den Forderungen zählen Verbindlichkeiten gegenüber der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Distillery Krauss GmbH sowie eine drohende Alkoholsteuerforderung für den Fall einer Stilllegung. Den Verbindlichkeiten stehen laut den vorliegenden Unterlagen unter anderem die Betriebsliegenschaft, Produktionsanlagen, Maschinen, Lagerbestände und Forderungen gegenüber. Für den Fall einer Liquidation weist die Antragstellerin auf erhebliche Wertabschläge hin. Unter dieser Annahme bewertet sie die Aktiva mit 2.556.000 Euro. Rund 2.259.000 Euro davon sind durch Aus- oder Absonderungsrechte belastet. Das freie Aktivvermögen wird mit rund 297.000 Euro beziffert. Im Insolvenzantrag heißt es außerdem, ein Insolvenzantrag für die Tochtergesellschaft sei wegen des Verfahrens unausweichlich.

Unternehmen strebt Fortführung mit einer Quote von 30 Prozent an

DK Manufacturing will den Betrieb fortführen und den Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent anbieten. Die Zahlung soll innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Plans erfolgen. Ein vorgelegter Finanzplan weist bis zum Beginn des kommenden Jahres einen deutlichen Cash-Überschuss aus. Finanziert werden soll die Sanierung durch die laufende Geschäftstätigkeit, das Einbringen offener Forderungen, die Verwertung von Vermögenswerten und den angestrebten Einstieg eines Investors.

Forderungen können über den AKV angemeldet werden. Die Frist endet am 1. Dezember 2026. Die Gläubigerversammlung ist für den 3. November 2026 um 10.00 Uhr angesetzt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 15. Dezember 2026 um 12.05 Uhr statt. Die Sanierungsplantagsatzung ist für den 12. Jänner 2027 um 10.45 Uhr vorgesehen.

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