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GPA hält 72 Wochenöffnungsstunden für ausreichendBild mit KI erstellt

GPA-Vorsitzende Barbara Teiber warnt vor mehr Druck auf Beschäftigte und sieht in längeren Öffnungszeiten keinen Umsatzgewinn.

Die Gewerkschaft GPA lehnt längere Öffnungszeiten für Selbstbedienungsläden und Filialen ab. Anlass ist die Forderung von Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti nach längeren Öffnungszeiten. GPA-Vorsitzende Barbara Teiber hält 72 Wochenöffnungsstunden für ausreichend. Was in 72 Stunden nicht eingekauft werde, werde auch in 78 Stunden nicht eingekauft, sagt sie.

Teiber begründet die Ablehnung damit, dass längere Öffnungszeiten nach ihrer Einschätzung keine höheren Umsätze brächten, aber den Druck auf Beschäftigte erhöhten und den Wettbewerb zulasten kleinerer Betriebe verschärften. Rund sieben von zehn Beschäftigten im Handel seien Frauen. Fehlende Betreuungsangebote am Sonntag und in den Randzeiten machten längere Öffnungen für sie zu einer sozialen Zumutung, sagt Teiber.

Teiber sieht die Forderung nach längeren Öffnungszeiten für Automatenshops als Schritt zu längeren Öffnungszeiten überall. Aus ihrer Sicht wird zugleich eine Ausweitung der Öffnungszeiten in normalen Geschäften gefordert. Die GPA warnt, Automatenshops und hybride Modelle könnten den Sonn- und Feiertagsverkauf erleichtern und die Lebensqualität hunderttausender Handelsangestellter beeinträchtigen. Laut Teiber lehnen 95 Prozent der Handelsangestellten Sonntagsarbeit ab. Die behauptete Freiwilligkeit gebe es in der Praxis nicht: Wer im Dienstplan stehe, arbeite, mit mehr Stress, weniger Planbarkeit und höherer Belastung.

Die GPA warnt vor einer Aushöhlung des Arbeitnehmerschutzes durch personallose Konzepte. Selbstbedienungsläden seien kein Freibrief, Regeln zu umgehen. Für die Versorgungssicherheit am Land brauche es laut GPA gute Jobs, faire Löhne und planbare Arbeitszeiten. Teiber sagt, dem Handel helfe eine Stärkung der Kaufkraft. Sie hält einen starken Abschluss der in der kommenden Woche beginnenden KV-Verhandlungen für im Interesse der Arbeitgeber.

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