Innsbruck bietet am 17. Oktober Reanimationstraining an

Beim HERZsicher-Aktionstag können Besucher:innen an vier Orten in Innsbruck Wiederbelebung üben. Um 16 Uhr ist am Marktplatz ein Flashmob geplant.
Am Samstag, 17. Oktober 2026, können Besucher:innen beim HERZsicher-Aktionstag in Innsbruck Wiederbelebungsmaßnahmen üben und mit Fachleuten sprechen. Das Angebot läuft von 11.00 bis 17.00 Uhr am Marktplatz, in der Maria-Theresien-Straße, am Bozner Platz und beim Sillpark.
Die Stadt Innsbruck, die Interessengemeinschaft Notfallmedizin Innsbruck (IGNI) und Partnerorganisationen veranstalten den Aktionstag unter dem Motto „Herzstillstand kennt kein Geschlecht“. Internationale Studien zeigen laut der Mitteilung, dass Frauen im öffentlichen Raum seltener reanimiert werden als Männer. Eine aktuelle Untersuchung der Medizinischen Universität Innsbruck stellte bei weiblichen Übungspuppen häufig Unsicherheiten und Hemmungen fest.
Neben Informationsständen ist ein Programm mit Einsatzorganisationen geplant. Um 16.00 Uhr soll am Marktplatz ein gemeinsamer CPR-Flashmob stattfinden. Daran beteiligen sich unter anderem die IGNI, das Rote Kreuz, das Jugendrotkreuz, die Bergrettung Tirol, die Polizei, die Wasserrettung, die Johanniter, die Malteser, der Arbeiter-Samariter-Bund, der ÖAMTC, die Leitstelle Tirol und die Tirol Kliniken.
Innsbruck hält rund 70 Defibrillatoren öffentlich zugänglich
Im Rahmen des Programms HERZsichere Stadt Innsbruck wurde das Netz öffentlich zugänglicher Defibrillatoren kontinuierlich ausgebaut. Im Stadtgebiet stehen derzeit rund 70 öffentlich zugängliche AED-Geräte bereit. Weitere Geräte gibt es bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben, bei A1 und bei privaten Betreiber:innen. Insgesamt wurden bereits 190 Standorte eingerichtet.
Laut dem Jahresbericht des Reanimationsregisters des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst des Landes Tirol wurden 2024 im Stadtgebiet 97 Reanimationsversuche dokumentiert. Die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinken mit jeder Minute ohne Wiederbelebungsmaßnahmen deutlich. Amtsvorstand und Stadtphysikus Ulrich Schweigmann sagt, die Stadt setze deshalb auf Aufklärung, regelmäßiges Training und niederschwellige Angebote.
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