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Johanna Tinzl erhält Innsbrucker Kunstpreis für Bildende KunstBild mit KI erstellt

Die Tiroler Künstlerin Johanna Tinzl erhält den mit 13.000 Euro dotierten Innsbrucker Preis für Bildende Kunst. Die Jury würdigt ihre ortsbezogenen Arbeiten.

Die Tiroler Künstlerin Johanna Tinzl erhält den „Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen 2026“. Die Auszeichnung in der Sparte Bildende Kunst ist mit 13.000 Euro dotiert. Eine Jury wählte Tinzl aus.

Die Preisverleihung fand am 14. Oktober statt. Bürgermeister Johannes Anzengruber gratulierte Tinzl und sagte, ihre Arbeit wirke weit über Innsbruck hinaus. Er bezeichnete den Preis als Zeichen der Wertschätzung für zeitgenössische Kunst und für Kunstschaffende, die neue Perspektiven eröffnen.

Die Fachjury begründet den Preis mit Johanna Tinzls ortsbezogener Kunst

Der Fachjury gehörten der freie Kurator Günther Dankl, Claudia Mark vom Kunsthaus Graz und Jürgen Tabor vom Museum der Moderne Salzburg an. Sie hob die gesellschaftliche Relevanz von Tinzls Arbeit und ihre Auseinandersetzung mit Orten, Gemeinschaften und individuellen Lebensgeschichten hervor. Ihre ortsbezogenen Arbeiten beruhen auf genauer Recherche und entstehen häufig in gemeinschaftlichen Prozessen.

Als Beispiele nannte die Jury Tinzls Zusammenarbeit mit der Shoah-Überlebenden Helga Pollak-Kinsky sowie ihre Beschäftigung mit den Lebens- und Arbeitsgeschichten von Frauen im Umfeld der Ternitzer Stahlindustrie. In Tirol greife Tinzl Fragen des Klimawandels und des Biodiversitätsverlusts anhand konkreter Orte und alpiner Landschaften auf.

Aus ihren Recherchen und Begegnungen entstehen laut Jury Arbeiten in unterschiedlichen Medien, darunter Skulptur, Installation, Film, Fotografie, Sound und Text. Tinzl wurde 1976 in Innsbruck geboren und lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Kunst- und Werkpädagogik mit Schwerpunkt Bildhauerei am Mozarteum sowie Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Von 2017 bis 2022 war sie dort Universitätsassistentin für Ortsbezogene Kunst.

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