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Geehrte präsentieren bei einer Feier in Kärnten ihre Urkunden und Auszeichnungen.

Bei der Feier im Spiegelsaal der Landesregierung wurden Ehrenamtliche aus Bergrettung, Kultur, Vereinsarbeit und Sozialbereich geehrt.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • Im Spiegelsaal der Landesregierung verliehen Fellner und Gruber am 27. Oktober Auszeichnungen.
  • Das Ehrenzeichen des Landes ging an Haris Bilajbegović, Kärntner Lorbeeren an sechs weitere Engagierte.
  • Kärntner Lorbeeren werden nur an ehrenamtlich Tätige vergeben.

Landeshauptmann Daniel Fellner und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber verliehen am Dienstag, 27. Oktober, im Spiegelsaal der Landesregierung das Ehrenzeichen des Landes und Kärntner Lorbeeren an ehrenamtlich Engagierte.

An der Feier nahmen Landesamtsdirektor Dieter Platzer und der dritte Landtagspräsident Günter Leikam teil. Begrüßt wurden außerdem Rudi Schober, ehemaliger Präsident des Zivilschutzverbandes, Hannes Gütler, Landesleiter und Ehrenpräsident des Alpenvereins, Reinhold Dörflinger sowie der frühere Metnitzer Bürgermeister Anton Engelwurzer. Christiane Ogris, Leiterin der Abteilung für Repräsentationen und Auszeichnungen, hielt die Laudationen. Die Musikschule Katolnig gestaltete die Feier musikalisch. Fellner bezeichnete die Auszeichnungen als sichtbares Dankeschön des Landes für besondere Verdienste. Kärntner Lorbeeren werden nur an ehrenamtlich Tätige vergeben.

Auszeichnungen würdigen Gewaltprävention, Bergrettung und Metnitzer Totentanz

Das Ehrenzeichen des Landes erhielt Haris Bilajbegović, Filmemacher, Autor und Gewaltpräventionstrainer. Als Obmann des Vereins „Securus – Akademie für Gewaltprävention und Integration“ entwickelt und organisiert er Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gemeinsam mit Schulen, Gemeinden sowie öffentlichen und privaten Einrichtungen veranstaltet der Verein Workshops. Bilajbegović engagiert sich seit 2011 als Integrationsbotschafter im Projekt „Zusammen Österreich“ für Integration, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Rudolf Preimel erhielt den Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Gold mit Brillanten. Der Bergführer und ehemalige Ausbildungsleiter der Bergrettung Kärnten gehört dieser seit fast fünf Jahrzehnten an. Er war Ortsstellenleiter und Stellvertreter und arbeitete 32 Jahre in der Landesausbildung, davon 24 Jahre als Landesausbildungsleiter. Als Ausbilder begleitete und schulte er Generationen von Bergretterinnen und Bergrettern. Bei Notfällen in den Bergen waren Preimel und seine Teams bei jedem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Hilfe bereit.

Vinzenz Ebner bekam ebenfalls den Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Gold mit Brillanten. Über viele Jahrzehnte setzte er sich für Metnitz, die Bürgerinnen und Bürger sowie den Erhalt des kulturellen Erbes ein. Mehr als 30 Jahre lang prägte und organisierte er den Metnitzer Totentanz. Er wollte das Kulturgut lebendig halten und seine Bedeutung für kommende Generationen vermitteln. Mit dem Totentanz ist das Totentanzmuseum verbunden.

Lorbeeren ehren Traditionspflege, Vereinsarbeit, Musik und soziale Hilfe

Reinhold Hribernig erhielt den Kärntner Lorbeer in Gold. Der Oberst in Tradition ist Präsident der Gesellschaft der Gendarmerie- und Polizeifreunde, die er 1996 gründete. Die zunächst vor allem karitativ ausgerichtete Gesellschaft widmet sich auch der Bewahrung des historischen Erbes und der Geschichte der Gendarmerie. Auf Hribernigs Initiative entstanden Denkmäler und Gedenkstätten in Kärnten. Außerdem gründete er die Kärntner Traditionsgendarmerie, die seit 2010 bei festlichen Anlässen mit zehn Gardisten in historischer Gendarmerieuniform auftritt. Erfried Schlosser von den Naturfreunden St. Veit wurde mit dem Kärntner Lorbeer in Silber ausgezeichnet. Er engagiert sich dort seit vielen Jahren, besonders für das Bergwandern. 2012 wurde er stellvertretender Vorsitzender und übernahm später die Funktion des Obmannes. Die Ortsgruppe zählt rund 700 Mitglieder. Schlosser organisierte auch das 100-Jahr-Jubiläum der Naturfreunde St. Veit an der Glan im Jahr 2022.

Michael Pirolt erhielt den Kärntner Lorbeer in Bronze. Als Organisator des Alpen-Adria-Harmonikabewerbes setzt er sich ehrenamtlich für die Volkskultur ein und fördert Begegnungen von Musikantinnen und Musikanten über Altersgruppen und Landesgrenzen hinweg. Pirolt ist zweifacher Harmonika-Vizeweltmeister.

Auch Eva Gfrerer-Unterlerchner, Direktorin und Oberschulrätin, erhielt den Kärntner Lorbeer in Bronze. Ihr Engagement ist eng mit dem Lions Club Drautal und der Unterstützung von Menschen in Kärnten verbunden. Sie setzte sich für Baukostenzuschüsse zur Sanierung oder Schaffung von Wohnraum ein und half, Heizkostenbeiträge für Familien zu organisieren. Mit Gesundheitstagen, Diabetesscreenings und Informationsveranstaltungen trug sie zur Gesundheitsvorsorge bei. Für Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien organisierte sie Lernunterstützung und Schulmaterialien. Nach der Unwetterkatastrophe in Treffen half sie eine Woche lang selbst mit.

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