Landesgericht Feldkirch eröffnet Konkursverfahren über Müller Wohnbau
Bild mit KI erstellt Die Müller Wohnbau GmbH wird nicht fortgeführt. Das Landesgericht Feldkirch eröffnete das Konkursverfahren am 16. Oktober 2026.
Das Landesgericht Feldkirch eröffnete am 16. Oktober 2026 über das Vermögen der Müller Wohnbau GmbH ein Konkursverfahren mit Insolvenzverwalter. Das Verfahren trägt die Geschäftszahl 14 S 61/26x. Zur Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Dr. Eva Müller bestellt.
Die Schuldnerin ist ein regional tätiges Bauträgerunternehmen. Sie kauft Grundstücke, bebaut sie und verkauft Wohnungen und Häuser schlüsselfertig. Ihre operative Tätigkeit wurde bereits wegen der Insolvenz der Müller Bau GmbH & Co KG eingestellt. Die Müller Wohnbau GmbH führt die Insolvenz auf die rückläufige Nachfrage am Wohnungsmarkt sowie auf gestiegene Zinsen und Fremdfinanzierungskosten zurück.
Die Gesellschaft ist Eigentümerin verschiedener Liegenschaften und Liegenschaftsanteile, darunter Wohnungen. Diese sind fremdfinanziert und überwiegend mit Hypotheken belastet. Die Passiva betragen rund 9,83 Millionen Euro. Betroffen sind 20 Gläubiger, Dienstnehmer gibt es keine.
Eine Fortführung ist laut eigenem Antrag nicht beabsichtigt. Nach Angaben der Schuldnerin lässt sich eine positive Fortbestehensprognose nicht mehr darstellen. Eine Sanierung sei nicht möglich oder nicht ausreichend und werde derzeit ebenfalls nicht angestrebt. Die Müller Wohnbau GmbH hat der Schließung ausdrücklich zugestimmt.
Die Insolvenzverwaltung hat etwaiges Vermögen bestmöglich zu verwerten. Ein allfälliges Masseguthaben ist am Ende des Verfahrens als Verteilungsquote an die Gläubiger auszuschütten. Ob mit einer Quotenausschüttung zu rechnen ist, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bietet betroffenen Gläubigern ab sofort an, sie zu vertreten, Forderungen beim zuständigen Insolvenzgericht anzumelden und über den Fortgang des Verfahrens zu berichten. Die Anmeldefrist endet am 30. November 2026. Die Prüfungstagsatzung ist für den 14. Dezember 2026 angesetzt.
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