Ludwig und Kaup-Hasler würdigen verstorbene Ingrid Wiener
Bild mit KI erstellt Nach dem Tod Ingrid Wieners würdigen Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler ihre Bedeutung für die Kunst.
Mit großer Betroffenheit würdigten Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler die verstorbene Künstlerin Ingrid Wiener. Ludwig bezeichnete sie als außergewöhnliche Künstlerin, die Maßstäbe gesetzt und eigenständig neue Wege in der Kunst eröffnet habe. Ihr Wirken als Pionierin der feministischen Avantgarde bleibe für die Kunststadt Wien von Bedeutung, sagte er. Beide sprachen ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden sowie allen, die Wiener als inspirierende Persönlichkeit und Wegbegleiterin geschätzt hatten, ihr Mitgefühl aus.
Kaup-Hasler sagte, Wiener habe das Textile als künstlerisches Medium erweitert und damit traditionelle Zuschreibungen sowie den Blick auf Kunst hinterfragt. Ihre Webarbeiten, Gobelins und Traumbilder hätten eine unverwechselbare Bildsprache, die international Anerkennung gefunden habe. Auch ihre Rolle in der Wiener Avantgarde sowie ihre Haltung und Experimentierfreude hätten Maßstäbe gesetzt, sagte die Kulturstadträtin.
Wiener arbeitete mit VALIE EXPORT und Dieter Roth
Wiener wurde 1942 in Wien geboren, war in ihrer Jugend eng mit der „Wiener Gruppe“ verbunden und wirkte bei Aktionen mit. Ihre ersten Gobelins entstanden gemeinsam mit VALIE EXPORT. Später arbeitete sie mit Dieter Roth und Christian Ludwig Attersee.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit wurde Wiener als Chefköchin bekannt. Sie betrieb das Künstlerlokal „Exil“, das sich zu einem Treffpunkt der internationalen Avantgarde entwickelte. Beim Kochen verband sie wiederholt Performance und Kunst.
2024 erhielt Wiener für ihr Wirken den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst.
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