Österreich und Algerien unterzeichnen Energie-Memorandum in Algier
Bild mit KI erstellt Das Abkommen betrifft Wasserstoff und erneuerbare Energien. Bis 2030 weist der WKÖ-Exportradar für Algerien und Tunesien 212,29 Mio. Euro zusätzliches Exportpotenzial aus.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Algeriens Energie- und Erneuerbarenminister Mourad Adjal haben in Algier ein Memorandum of Understanding zu Wasserstoff und erneuerbaren Energien unterzeichnet.
Das Abkommen umfasst unter anderem erneuerbare Stromerzeugung, Netzintegration, Infrastruktur, Regulierung und Zertifizierung sowie Investitionsförderung und Kontakte zwischen Unternehmen.
Technischer Ausschuss soll Projekte vorbereiten
Algerische Wasserstoffprojekte sollen möglichst von Beginn an so geplant und zertifiziert werden, dass ihre Nachweise mit europäischen Anforderungen kompatibel sind. Damit sollen spätere Anpassungen, zusätzliche Kosten und Verzögerungen bei gemeinsamen Projekten vermieden werden.
Das Memorandum sieht einen technischen Ausschuss und Kontaktstellen in beiden Ministerien vor. Technische Teams können Projekte analysieren und konkrete Vereinbarungen vorbereiten.
Erneuerbare Energien machen derzeit rund 1 Prozent der algerischen Stromerzeugung aus. Das strategische Ziel liegt bei 27 Prozent bis 2030. Für den Ausbau nennt das Ministerium zusätzlichen Bedarf an Solar- und Windkraft, Netzen, Speichern und Systemintegration.
Der WKÖ-Exportradar weist bis 2030 zusätzliches ungenutztes Exportpotenzial von 212,29 Millionen Euro für Algerien und Tunesien aus. Österreichische Unternehmen exportierten 2025 Waren im Wert von insgesamt 246,3 Millionen Euro in beide Länder. Auf Algerien entfielen davon Warenexporte von 208,9 Millionen Euro und ein zusätzliches ungenutztes Potenzial von 150,51 Millionen Euro. Für Tunesien nennt der Exportradar Warenexporte von 37,35 Millionen Euro und zusätzliches ungenutztes Potenzial von 61,78 Millionen Euro.
Das Wirtschaftsministerium nennt Maschinen, Elektronik, Fahrzeuge, Rohstoffe und Chemie als Chancenfelder für österreichische Unternehmen.
Die Reise sollte bestehende Wirtschaftsbeziehungen ausbauen und österreichischen Unternehmen zusätzliche Zugänge zu den Märkten eröffnen. In Algerien führte Hattmannsdorfer Gespräche mit Staatsminister und Kohlenwasserstoffminister Mohamed Arkab sowie mit Mourad Adjal. Präsident Abdelmadjid Tebboune empfing ihn persönlich in Algier. In Tunesien führte Hattmannsdorfer Gespräche auf Regierungsebene zu Wirtschaft, Industrie, Energie und Umwelt und nahm am tunesisch-österreichischen Wirtschaftsforum teil.
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