Österreicherin und Schweizerin kommen nach Geiselhaft in Niger frei
Bild mit KI erstellt Eine Österreicherin und eine Schweizerin sind nach langer Geiselhaft in Niger frei. Die Übergabe fand im libyschen Benghazi statt, die Schweiz lobt den Austausch mit Österreich.
Zwei Frauen, die in Niger über lange Zeit festgehalten wurden, sind wieder in Freiheit. Eine von ihnen stammt aus Österreich, die andere ist eine 69 Jahre alte Schweizerin. Die Österreicherin musste nach Schweizer Angaben fast 21 Monate in Gefangenschaft verbringen. Beide hatten in Agadez im Norden des westafrikanischen Landes gelebt.
Übergabe im Osten Libyens
Nach ihrer Freilassung gelangten die zwei Frauen nach Benghazi in Ostlibyen. Dort übernahmen Mitarbeitende der Schweizer Bundesverwaltung die Schweizerin und kümmerten sich auch medizinisch um sie. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) beschreibt ihren Zustand als den Umständen entsprechend gut, die Frau ist bereits auf dem Heimweg. Sie war am 13. April 2025 verschleppt worden.
Ein libyscher Sender veröffentlichte ein Video, in dem sich die beiden Frauen bei ihren Rettern bedanken. Nach diesen Angaben soll Saddam Haftar, der stellvertretende Oberbefehlshaber der libyschen Streitkräfte, die Freilassung erreicht haben. Wer hinter der Entführung steckt, ist offiziell nicht geklärt.
Bern dankt Partnern in Wien
Für Ignazio Cassis, den Vorsteher des Schweizer Außendepartements, ist mit der Rückkehr der Landsfrau eine Zeit großer Sorge vorbei. Er sprach von Erleichterung und richtete seinen Dank an sämtliche Stellen, die in der Schweiz und im Ausland mitgewirkt haben. Nach Bekanntwerden der Entführung hatte das EDA eine Task Force eingerichtet. Ihr gehörten unter anderem fedpol, der Nachrichtendienst des Bundes, weitere Bundesstellen und kantonale Behörden an.
Ausdrücklich hebt das EDA hervor, dass es von Beginn an regelmäßig mit Österreich in Kontakt stand. Weitere Einzelheiten nennt die Schweizer Behörde zum Schutz der Persönlichkeit der Betroffenen nicht.
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