Österreichs Zoll verzeichnet 4.152 Mio. Euro Abgaben
Bild mit KI erstellt Der Zoll verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 mehr als 144 Kilogramm Suchtgift und über 2,1 Millionen aufgegriffene Zigaretten.
Das Abgabenaufkommen des Zollamts Österreich belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 4.152 Mio. Euro. Der Zoll verzeichnete außerdem mehr als vier Millionen Zollanmeldungen und über 318.000 Kontrollen. Aufgegriffen wurden mehr als 144 Kilogramm Suchtgift und über 2,1 Millionen Zigaretten.
Den größten Anteil am Abgabenaufkommen hatte die Mineralölsteuer mit 1.735 Mio. Euro. Die Tabaksteuer machte 1.076 Mio. Euro aus, weitere 757 Mio. Euro entfielen auf nationale Emissionshandelszertifikate. Die Einfuhrumsatzsteuer betrug 206 Mio. Euro, die Zölle beliefen sich auf 168 Mio. Euro. Bei 316 Betriebsprüfungen erzielte der Zoll Mehrergebnisse von 38,3 Mio. Euro.
Zoll meldet Aufgriffe bei Suchtgift und Tabak
Bei Suchtgift verzeichnete der Zoll 552 Meldungen mit einer Gesamtmenge von 144,33 Kilogramm. Darunter waren 108,69 Kilogramm Cannabis und 28,61 Kilogramm Kokain. Hinzu kamen 2,93 Kilogramm neue psychoaktive Substanzen sowie 3,37 Kilogramm psychotrope Substanzen.
Im Bereich Tabakwaren registrierte der Zoll 1.311 Meldungen und 2.126.057 aufgegriffene Zigaretten. Er erfasste unter anderem 3.822 E-Zigaretten, 18.760 Stück Tabak zum Erhitzen und 455 Kilogramm Wasserpfeifentabak.
Zoll erfasst Arzneiwaren, Artenschutz und Bargeld
Bei Arzneiwaren wurden 1.866 Meldungen mit einer Menge von 207.593 Stück verzeichnet. Die Zollbehörden registrierten 105 Meldungen zum Artenschutz, darunter fünf lebende Tiere. Im Bereich Pflanzen und tierische Produkte gab es 1.314 Meldungen. Darunter befanden sich 12.258 Kilogramm tierische Produkte.
Der Zoll registrierte 1.178 Bargeldanmeldungen und 61 Verfahren. Dabei wurden nicht korrekt angemeldete Geldbeträge von insgesamt 1,56 Millionen Euro festgestellt. Dazu kamen drei Falschgeldsendungen mit einem Gesamtwert von 12.950 Euro. Erledigt wurden 2.549 Strafverfahren. Die ausgewiesenen Strafen einschließlich Wertersatz, Werterlag und Verfall beliefen sich auf 923.387 Euro. Außerdem erfolgten 2.637 Anzeigen beziehungsweise Meldungen an andere Behörden.
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl sagte, die Zahlen zeigten die Bedeutung der Zoll-Arbeit für Österreich. Die Zöllnerinnen und Zöllner schützten die Bevölkerung, gingen gegen Schmuggel vor, sorgten für faire Wettbewerbsbedingungen und sicherten wichtige Einnahmen für den Staat. Eibinger-Miedl dankte Dr. Andrea Reuter, der Vorständin des Zollamts Österreich, sowie den 1.712 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz.
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