Polizei durchsucht sechs Häuser in Wien und Niederösterreich
KI-Bild Die Polizei ordnete Aufrufe zu Straftaten sechs Personen zu und stellte bei Durchsuchungen in Wien und Niederösterreich Waffen sicher.
Seit einigen Tagen kursieren auf Social-Media-Plattformen Aufrufe zu strafbaren Handlungen in der Halloween-Nacht, darunter Gewaltaufrufe und Plünderungen von Luxusgeschäften. Der Polizei gelang es, mehrere dafür verantwortliche Personen auszuforschen. Sie wertet die Ermittlungen und die raschen Erfolge als Zeichen ihres konsequenten Vorgehens gegen Aufrufe zu Straftaten und sonstigen Störungen der öffentlichen Ordnung. Die Polizei betont, Halloween sei keine rechtsfreie Zeit. Mutwillige Sachbeschädigungen, Lärmerregung sowie andere Verwaltungsübertretungen beziehungsweise strafbare Handlungen würden konsequent verfolgt.
Auf Grundlage von Erkenntnissen aus dem Internet nahm das Wiener Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) mit Unterstützung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) umgehend Ermittlungen auf. Sie richten sich gegen den Verdacht eines verbrecherischen Komplotts (§ 277 StGB) sowie der Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen und der Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlungen (§ 282 StGB). Die Ermittlungen erfolgen in ständigem Austausch mit der Staatsanwaltschaft Wien.
Vier Tatverdächtige werden zur Vernehmung vorgeführt
Innerhalb kurzer Zeit ordnete die Polizei die Aufrufe sechs Personen zu. Nach dem derzeitigen staatspolizeilichen Erkenntnisstand gelten sie als Hauptverantwortliche für die im Internet veröffentlichten Aufrufe. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien fanden in den frühen Morgenstunden des 30. Oktober 2026 sechs Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich statt. Die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) und das Landeskriminalamt Wien unterstützten die Maßnahmen. Vier Tatverdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren wurden zur sofortigen Vernehmung vorgeführt. Dabei handelte es sich um eine freiheitsbeschränkende Maßnahme.
Bei den Durchsuchungen wurden mehrere Datenträger, zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition sowie eine Machete vorläufig sichergestellt. Eine fünfte Person befindet sich seit wenigen Stunden wegen eines minderschweren Eigentumsdelikts in einer Justizanstalt. Dieses Delikt dürfte nicht mit den Halloween-Ermittlungen zusammenhängen. Die sechste Person ist namentlich bekannt, nach ihr wird gefahndet.
Unter den sechs Personen ist ein österreichischer Staatsangehöriger. Die übrigen sind Drittstaatsangehörige mit aufrechten Aufenthaltstiteln. Als Staatsangehörigkeiten nennt die Meldung Irak, Nigeria und die Russische Föderation.
Karner kündigt konsequentes Einschreiten rund um Halloween an
Die Ermittlungen des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE-Wien) unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Wien dauern an. Staatspolizeiliche Nachforschungen befassen sich intensiv mit den Hintergründen der ausgeforschten Personen, insbesondere mit ihren Motiven für die geplanten Straftaten. Eine Ideologisierung ist laut ersten Erkenntnissen nicht ersichtlich. Innenminister Karner sagte am Mittwoch: „Die Polizei wird rund um Halloween konsequent einschreiten, wann und wo es notwendig ist.“ Die Polizei wertete die rasch und mit allem Nachdruck umgesetzte Ermittlungsmaßnahme als Teil der vorgelagerten Gefahrenabwehr zu Halloween und als Zeichen ihres entschlossenen und schlagkräftigen Handelns.
Fehler entdeckt? So gehen wir mit Fehlern um
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.
Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.