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KI-Symbolbild: Uniformierte Personen gehen auf ein weißes Auto mit Blaulicht zu.Bild mit KI erstellt

Eine 43-Jährige wurde in Rom festgenommen und soll nach Österreich ausgeliefert werden. Insgesamt gab es vier Festnahmen.

Seit 1. Juli 2026 ermittelte der Ermittlungsbereich Diebstahl des Landeskriminalamts Niederösterreich gegen eine damals noch nicht ausgeforschte südamerikanische Gruppe wegen des Verdachts gewerbsmäßiger Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser. Für die Taten mietete die Gruppe Fahrzeuge in Wien an. Gestohlen wurden vor allem Bargeld, Goldschmuck, Silber- und Goldmünzen sowie wertvolle Designerhandtaschen oder Designerbrillen.

In den betroffenen Objekten gefundene Tresore wurden mit den Tatfahrzeugen abtransportiert und in Waldstücken gewaltsam geöffnet. Die Ermittlungen ergaben, dass die Gruppe stets in wechselnder Zusammensetzung aus Italien nach Österreich einreiste und jeweils nur zwei bis höchstens fünf Tage im Land blieb.

Am 18. August 2026 wurde in Niederösterreich und Wien in vier Wohnhäuser eingebrochen. Wegen der ähnlichen Vorgehensweise vermutete die Polizei dieselbe Gruppe hinter den Taten. In enger Zusammenarbeit mit einer Mietwagenfirma wurde am 19. August 2026 das bei der Serie verwendete Tatfahrzeug ermittelt.

Gegen 20.30 Uhr am 19. August kamen zwei zunächst unbekannte Männer zu diesem Fahrzeug. Sie holten einen Vorschlaghammer aus dem Kofferraum und legten ihn in den Kofferraum eines abgestellten Pkw mit spanischem Kennzeichen. Dieses Mietfahrzeug war als entfremdet gemeldet. Danach gingen die Männer zu einer Wohnung in Wien 21.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete eine Hausdurchsuchung in der ermittelten, kurzzeitig angemieteten Täterwohnung an. Gegen 22 Uhr nahmen Beamte des Landeskriminalamts Niederösterreich dort drei chilenische Staatsbürger im Alter von 25, 29 und 40 Jahren vorläufig fest. Sie stellten zahlreiches Diebesgut, die Fahrzeugschlüssel des spanischen Mietfahrzeugs und Einbruchswerkzeug sicher. Einer der Beschuldigten hatte bei der Festnahme einen gefälschten argentinischen Reisepass bei sich.

Die Ermittler ordneten der mutmaßlichen Gruppe insgesamt 15 Einbruchsdiebstähle in Wohnobjekten zu, darunter einen versuchten. Dazu zählen Wohnungseinbrüche am 19. Februar 2026 und am 14. Mai 2026 in Wien 13. Wohnhauseinbrüche gab es laut Zuordnung am 13. Mai 2026 in Sierndorf und Obergänserndorf, am 15. Mai in Ebendorf, am 2. Juli in Eisenstadt sowie am 24. Juli in Bisamberg und Altenberg.

Als weiteren Fall führt die Polizei einen versuchten Wohnhauseinbruch am 1. Juli 2026 in Hanfthal an. Für den 18. August nennt sie Wohnhauseinbrüche in Großhöflein, Stotzing, Hof am Leithagebirge und Großengersdorf. Zwei weitere zugeordnete Wohnhauseinbrüche ereigneten sich am 19. August in Graz und Frohnleiten.

Die Gruppe erbeutete laut Polizei Wertsachen im Gesamtwert von etwa 450.000 Euro. Die Sachschäden bezifferte die Polizei mit mindestens 200.000 Euro. Bei einem Einbruch erbeutete die mutmaßliche Gruppe eine Pistole und vergrub sie in einem Waldstück. Einer der Beschuldigten führte die Ermittler zu dem Versteck. Dort wurden die Pistole und die Munition gefunden und sichergestellt.

Am 18. Oktober 2026 wurde eine 43-jährige Mittäterin bei einer Kontrolle in Rom aufgrund eines aufrechten Europäischen Haftbefehls festgenommen. Sie wird nach Österreich ausgeliefert. Die Beschuldigten wurden auf Auftrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

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