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Rotes Kreuz Kärnten erklärt Wiederbelebung in drei SchrittenBild mit KI erstellt

Bei fehlender oder nicht normaler Atmung sollen Ersthelfende 30-mal auf die Brustmitte drücken und zweimal beatmen.

Zum Welttag der Wiederbelebung am 16. Oktober erklärt das Rote Kreuz Kärnten, wie Laien bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand helfen können. In Österreich erleiden jährlich rund 12.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen solchen Stillstand. Mehr als 60 Prozent dieser Notfälle passieren zu Hause oder im familiären Umfeld. Oft sind Angehörige oder Freunde die ersten Helfenden. Für Erste Hilfe braucht es laut Rotem Kreuz kein Expertenwissen.

Wer eine reglose Person findet, prüft zuerst, ob es sicher ist, sich ihr zu nähern, und ob sie ansprechbar ist. Reagiert die Person nicht, soll sofort der Notruf 144 gewählt werden. Über den Lautsprecher des Telefons begleitet die Rettungsleitstelle die nächsten Schritte und leitet zur Kontrolle der Atmung an. Dafür wird der Kopf überstreckt und höchstens zehn Sekunden geprüft, ob die Person normal atmet. Sind weitere Personen da, können sie einen Defibrillator holen.

Atmet die Person nicht oder nicht normal, beginnt die Wiederbelebung: 30-mal kräftig und schnell auf die Mitte des Brustkorbs drücken und anschließend zweimal beatmen. Dieser Rhythmus wird fortgesetzt, bis die Person wieder normal atmet oder professionelle Hilfe übernimmt. Wer sich die Beatmung nicht zutraut, führt die Herzdruckmassage ohne Unterbrechung durch.

Auch ein Defibrillator kann im Notfall von jeder und jedem verwendet werden. Die Geräte stehen zunehmend im öffentlichen Raum. Helfende schalten das Gerät ein, bringen die Elektroden wie abgebildet an und folgen den Anweisungen. Ohne Wiederbelebungsmaßnahmen sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute um etwa zehn Prozent.

Erste-Hilfe-Kurse vermitteln, wie man einen Herz-Kreislauf-Stillstand erkennt, eine Herzdruckmassage durchführt und einen Defibrillator einsetzt. Laut einer Umfrage des Roten Kreuzes fühlen sich 58 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher fit für Erste Hilfe. Liegt der letzte Kurs länger zurück, sinkt die Sicherheit deutlich. In Kärnten besuchten 2025 insgesamt 13.182 Menschen einen Erste-Hilfe-Kurs. Das Rote Kreuz Kärnten empfiehlt, das Wissen spätestens alle vier Jahre aufzufrischen.

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