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Schilfraum in Winden macht Baustoffideen aus Seeschlamm sichtbarBild mit KI erstellt

Der „Schilfraum“ im Freilichtmuseum Wander Bertoni wurde eröffnet. Er zeigt mögliche Anwendungen von Schlamm und Altschilf.

Forschung Burgenland und die TU Graz haben einen Ansatz erarbeitet, mit dem sich Schlamm und Altschilf aus dem Neusiedler See als Baustoffe nutzen lassen. Im Freilichtmuseum Wander Bertoni in Winden am See wurde die Installation „Schilfraum“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Besuch der Installation ist möglich.

Anhand des Schilfraums wird die Bandbreite der Nutzung deutlich: Die Materialien können etwa zu Zierobjekten oder Bausteinen verarbeitet werden. Studierende der TU Graz untersuchen weitere Einsatzmöglichkeiten für Schlamm und Schilf aus dem Neusiedler See.

Ein großer 3D-Drucker an der TU Graz fertigt unterschiedliche Gegenstände aus Seeschlamm. Sogar der Bau kompletter Wohngebäude wäre mit den Materialien künftig vorstellbar. Ein erstes Projekt mit den Materialien ist im Freilichtmuseum Wander Bertoni geplant.

Bei Arbeiten zur Pflege des Sees werden Schlamm und Schilf aus dem Gewässer geholt. Die großen Mengen dieser Materialien gaben den Anstoß, sie wieder in einen Kreislauf einzubinden. Ein Teil des Schilfs musste bislang auf Deponien gebracht werden. Seesediment ähnelt Lehm, der seit Langem als Baustoff dient. Langfristig sollen regionale Reststoffe verwendet und in einem Gebäude mehr CO₂ gespeichert werden, als beim Bau entsteht. Mit den Materialien könnte annähernd CO₂-neutral gebaut werden.

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