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Tirol zählt 21,4 Millionen SommernächtigungenBild mit KI erstellt

Die Nächtigungen stiegen um 2,8 Prozent, die Ankünfte um 4,8 Prozent auf 6,2 Millionen. Die Winterbuchungen liegen leicht hinter dem Vorjahr.

Nach fünf von sechs Monaten der Sommersaison verzeichnet Tirol 21,4 Millionen Nächtigungen, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ankünfte stiegen um 4,8 Prozent auf 6,2 Millionen. Der Wert liegt nahe am bisherigen Sommerrekord: 1991 wurden von Mai bis September 21,8 Millionen Nächtigungen gezählt. Die Saison endet am 31. Oktober.

Die Gäste blieben im bisherigen Sommer durchschnittlich 3,4 Tage, um 0,1 Tag kürzer als im Vorjahr. Das MCI Tourismus schätzt die Wertschöpfung für die Sommersaison zunächst auf 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht real einem Plus von 2,4 Prozent. Ohne Anreise gaben Urlaubsgäste durchschnittlich 179 Euro pro Tag im Sommer und 237 Euro im Winter aus. Tourismuslandesrat Mario Gerber führte die Sommernachfrage vor allem auf Investitionen der heimischen Tourismusbranche zurück und sah bei der Wertschöpfung weiteres Potenzial.

Gäste aus den Kernmärkten stärken Tirols Sommerbilanz

Deutsche Gäste verbrachten 12,2 Millionen Nächte in Tirol, 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus Österreich kamen 2,0 Millionen Nächtigungen, ein Plus von 1,5 Prozent. Tiroler Gäste steuerten 390.000 Nächtigungen bei und stellten damit den größten Anteil innerhalb des österreichischen Heimmarkts. Aus den Niederlanden kamen 1,8 Millionen Nächtigungen, 9,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Schweiz mit 1,0 Millionen Nächtigungen und einem Plus von 2,5 Prozent sowie Belgien mit 630.000 Nächtigungen und einem Plus von 1,8 Prozent legten zu.

Deutschland, Österreich, die Niederlande und die Schweiz stehen zusammen für rund 80 Prozent der Nächtigungen. Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler bezeichnete diese vier Märkte als Basis des heimischen Tourismus. Dort war die Organisation mit der Sommerkampagne „Tirol – immer für dich da“ besonders aktiv. Die Tirol Werbung arbeitet an einer neuen Märkte- und Internationalisierungsstrategie. Sie soll wertschöpfungsstarke Märkte ansprechen, die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringern und saisonale Spitzen entzerren.

Die Tourismusverbände investieren laut Adrian Siller, Vorstandsmitglied des Verbands der Tiroler Tourismusverbände, in Infrastruktur, Lebensraum und regionale Angebote. Der jährlich erscheinende Nachhaltigkeitsbericht macht laut Siller Maßnahmen und Kennzahlen sichtbar, etwa zur Unterstützung der regionalen Landwirtschaft und zur Weiterentwicklung der Vor-Ort-Mobilität. Ein Drittel der Tiroler Tourismusverbände ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert, weitere Verbände befinden sich im Zertifizierungsprozess.

Betriebe melden verhaltenere Winterbuchungen

Mit der Buchungslage für den kommenden Winter sind laut Tourismusbarometer 72 Prozent der befragten Betriebe zufrieden oder sehr zufrieden. Im Vorjahr waren es 82 Prozent. März und April gelten dem Tourismusbarometer zufolge bei der Nachfrage als herausfordernd. Auch das Preis- und Buchungsmonitoring der Tirol Werbung weist für diese Monate eine Nachfrage unter dem Wert des vergangenen Winters aus. Mario Gerber sagte, viele Menschen orientierten sich im Spätwinter trotz vielfach guter Pistenbedingungen bereits an Sommeraktivitäten und wärmeren Gegenden.

Mit dem Projekt „Attraktiver Ganzjahrestourismus“ will die Tirol Werbung Randzeiten stärken und auch dem Spätwinter mehr Schwung verleihen. 17 Tourismusverbände, vor allem aus dem Tiroler Unterland, entwickeln dafür passende Angebote. Unter dem Titel „Winter verlängern“ setzt die Tirol Werbung gemeinsam mit acht Tourismusverbänden eine zusätzliche Kampagne für die Monate März bis Mai um. Sie soll die Nachfrage in diesem Zeitraum fördern. Adrian Siller betonte, dass bei veränderten Saisonverläufen regionale Lösungen nötig seien, die zu den jeweiligen Gegebenheiten passen.

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