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TORF-Fest zeigt Moorrenaturierung auf Paradieswiese in Kitzbühel

Am 23. Oktober 2026 geben Land Tirol, Stadt Kitzbühel und regio3 auf der Paradieswiese von 13 bis 16 Uhr Einblicke ins Moor.

Am 23. Oktober 2026 laden das Land Tirol, die Stadt Kitzbühel und das Regionalmanagement Pillerseetal (regio3) zum TORF-Fest auf der Paradieswiese im Gemeindegebiet von Kitzbühel. Die Veranstaltung dauert von 13 bis 16 Uhr.

An fünf Stationen geht es um die Funktionsweise von Mooren, ihre Pflanzen- und Tierwelt, die Geschichte der Paradieswiese und die geplante Renaturierung. Projektleiter Felix Lassacher und Naturschutzexperte Hermann Sonntag führen durch das Moor. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Festes oder wasserdichtes Schuhwerk wird dringend empfohlen. Als Parkmöglichkeit ist der Filzenhof in Ried Bichlach 23 angegeben. Von dort führt ein Fußweg von circa fünf Minuten zur Paradieswiese.

Bauarbeiten zur Wiederherstellung haben begonnen

Die Paradieswiese wurde im 20. Jahrhundert trockengelegt. Bis in die 1950er Jahre diente der getrocknete Torf als Heizmaterial für die Stadt Kitzbühel. Nun wird das Moor auf rund 7,5 Hektar im Rahmen des österreichweiten Projekts AMooRe (Austrian Moor Restoration) wiederhergestellt. Die dafür nötigen Bauarbeiten haben kürzlich begonnen. Der jahrzehntelange Torfabbau hat erhebliche Höhenunterschiede hinterlassen, und mehrere Gräben leiten laufend Wasser aus dem Gebiet ab. Ziel ist ein ökologisch funktionales Hochmoor. Auch die prioritären Moorwälder an den Rändern sollen gestärkt und langfristig gesichert werden.

Bei der Renaturierung sind zu Beginn meist größere Bauarbeiten und Maschinen nötig. In dieser Phase kann die Instandsetzung auf Außenstehende wie ein Eingriff in die Natur wirken. Nach Abschluss der Arbeiten kann sich das Moor wieder vernässen und typische Pflanzenarten wie besondere Torfmoose können zurückkehren. Mit der Erholung der Pflanzenwelt kehren erfahrungsgemäß auch tierische Bewohner wie Libellen und Amphibien zurück.

Das Bildungsprogramm zur Renaturierung umfasst Schulworkshops des Vereins natopia im gesamten Bezirk Kitzbühel. Im Laufe des Jahres gab es außerdem Vorträge und Exkursionen für Interessierte und Landwirte sowie eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum Kitzbühel. Am Vormittag desselben Tages findet eine Exkursion von natopia mit der Volksschule St. Johann statt. Das Land verweist auf einen besonders hohen Anteil an Mooren im Bezirk, die für eine Wiederherstellung geeignet sind und aktuell oder in den kommenden Jahren renaturiert werden.

AMooRe wird zu 60 Prozent aus EU-Mitteln finanziert

In einem vom Land Tirol finanzierten Vorgängerprojekt wurden seit 2020 neun Moore revitalisiert oder ökologisch verbessert. Im Projekt AMooRe wurden in Tirol bisher rund zehn Hektar revitalisiert. Das Projekt reicht über Tirol hinaus. Neben den neun Bundesländern ist auch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft Projektpartner. AMooRe soll die Moorstrategie Österreich 2030+ umsetzen. Bis 2034 stehen dafür rund 44 Millionen Euro an EU-Fördermitteln zur Verfügung, davon 2,3 Millionen Euro für Tirol.

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