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Wien plant Ankauf von Elfriede Jelineks LiteraturarchivBild mit KI erstellt

Für den Ankauf sind 600.000 Euro veranschlagt. Das Archiv reicht von Jelineks publizistischen Anfängen bis in die 2000er Jahre.

Die Stadt Wien plant, den erhaltenen Teil des literarischen Archivs von Elfriede Jelinek anzukaufen. Ein entsprechender Antrag wird im zuständigen Gemeinderatsausschuss behandelt.

Der Bestand umfasst Jelineks gesamtes erhaltenes literarisches Archiv von ihren publizistischen Anfängen bis in die 2000er Jahre. Dazu gehören Werkmanuskripte und Typoskripte, Korrespondenzen, Lebensdokumente sowie von ihr angelegte Sammlungen zur Rezeption ihres Werks.

Wienbibliothek verhandelte nach Jelineks Bereitschaft über den Ankauf

Die Wienbibliothek trat 2025 an Jelinek heran, um den langfristigen Erhalt des Archivs zu ermöglichen. Nach mehreren Gesprächen signalisierte die Autorin im Februar 2026 ihre Bereitschaft zu Verkaufsverhandlungen. Diese starteten Ende Juli auf Grundlage zweier Gutachten.

Für den Ankauf sind 600.000 Euro veranschlagt. Die Summe wurde nach den Erwerbungsrichtlinien auf Grundlage eines internen Schätzgutachtens und eines externen Gutachtens eines unabhängigen Experten ermittelt.

Nach der Übernahme soll die Wienbibliothek den Bestand aufarbeiten und wissenschaftlich erschließen. Anschließend soll der Teilvorlass für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus, Anita Eichinger, erklärte, die Bibliothek versammle seit rund 150 Jahren Bestände bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller, darunter Franz Grillparzer, Marie von Ebner-Eschenbach, Karl Kraus und Friederike Mayröcker.

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