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Erwachsene halten eine Straßenvisualisierung vor einer Kulisse mit der Aufschrift „Low Traffic Grätzl“.

Die ersten Arbeiten starten rund um die Wolfganggasse. Bis Jahresende wird das Gebiet verkehrsberuhigt umgestaltet und begrünt.

Die Umsetzung von Wiens erstem „Low Traffic Grätzl“ beginnt im Umfeld der Wolfganggasse in Meidling. Bis Jahresende soll die Neugestaltung des Gebiets den Verkehr beruhigen, danach ist eine Begrünung geplant. Mit unkomplizierten, leistbaren und rasch realisierbaren Eingriffen sollen Low Traffic Grätzl den Durchzugsverkehr aus Wohngebieten fernhalten und diese zugleich an die Anforderungen des Klimas anpassen.

Das Pioniergebiet umfasst mehrere Straßenabschnitte zwischen Längenfeldgasse, Steinbauergasse, Siebertgasse und Arndtstraße. Künftig wird die Wolfganggasse zwischen der Tichtelgasse und dem Gebäude mit der Nummer 14 als Fußgängerzone geführt. Sitz- und Liegemöbel sind ebenfalls vorgesehen. Die Beete hat der Gartenverein Wolfganggasse bepflanzt. Farbige Kennzeichnungen am Boden verändern das Erscheinungsbild der bisherigen Fahrbahn. Künftig ist sie vor allem für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer vorgesehen.

An den Kreuzungen Tichtelgasse/Fockygasse und Tichtelgasse/Schallergasse sind jeweils Diagonalfilter geplant. Auch die Führung des Einbahnverkehrs wird geändert. Früher kamen die Beton-Mistkübel auf der Donauinsel zum Einsatz. Heute dienen sie als Pflanztröge und Diagonalfilter, die den Verkehr kanalisieren. Zufahrten bleiben möglich, der Durchzugsverkehr wird unterbunden. An den Kreuzungen erleichtern vorgezogene Gehsteigbereiche die Sicht und machen den Verkehr sicherer.

Mobile Pflanztröge und neue Sitzgelegenheiten sorgen für mehr begrünte Aufenthaltsbereiche. Mit einem Trinkaufsatz soll der Hydrant künftig auch zum Trinken genutzt werden können. Im Bereich Tichtelgasse/Malfattigasse sind neue Radbügel vorgesehen. Sie ermöglichen zusätzliche Fahrradabstellplätze, auch direkt vor dem Schulstandort.

Die Stadt Wien bereitet weitere Standorte vor und bezieht die Bezirke in die Planung ein. Als nächste sind Grätzl in Mariahilf, Rudolfsheim-Fünfhaus und Alsergrund vorgesehen. Sieben weitere Bezirke haben Interesse gezeigt und werden geprüft. In der Legislaturperiode bis 2030 kann pro Bezirk ein Low Traffic Grätzl umgesetzt werden. Dafür steht ein Fördertopf von 50.000 Euro pro Bezirk zur Verfügung.

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