Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
WKO Kärnten fordert Investitionen in BäderBild mit KI erstellt

Der Bädersprecher der WKO Kärnten fordert ein Investitionsprogramm. 55 Prozent der Sommergäste nennen Kärntens Seen als Hauptgrund für den Urlaub.

Die WKO Kärnten fordert ein Investitionsprogramm für touristisch relevante Bäderinfrastruktur. Damit soll die Saison über die Hauptmonate hinaus verlängert werden. Alexander Thoma, Bädersprecher der WK Kärnten in der Fachgruppe Gesundheitsbetriebe – Berufsgruppe Bäder Kärnten, verlangt moderne, attraktive und energieeffiziente Anlagen.

Nach den von der WKO Kärnten genannten Zahlen sind Kärntens Seen für 55 Prozent der Sommergäste der Hauptgrund für ihren Urlaub. Für 78 Prozent ist Schwimmen und Baden die beliebteste Urlaubsaktivität. Kärnten verfügt über 183 Bäder-Berechtigungen, darunter 61 Natur-, See- und Strandbäder. Die WKO verweist außerdem auf eine wachsende Bedeutung der Vor- und Nachsaison: Die Nächtigungen stiegen im Mai und Juni 2025 um 4,2 Prozent und im September und Oktober um 3,9 Prozent. Auf Juli und August entfielen 57 Prozent der Sommernächtigungen.

Thoma verlangt Investitionsförderungen statt Betriebshilfen

Thoma fordert Angebote, die auch außerhalb der klassischen Bademonate attraktiv sind. Wer von den Betrieben Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, hohe Hygienestandards und eine längere Tourismussaison erwarte, müsse auch Investitionen in die Infrastruktur ermöglichen. Er unterscheidet dabei zwischen Investitionsförderungen und einer Förderung für den laufenden Betrieb. Viele Maßnahmen für Qualität, Sicherheit und einen zeitgemäßen Betrieb könnten laut WKO nicht allein über höhere Eintrittserlöse finanziert werden.

Als Beispiel für mögliche regionale Effekte nennt die WKO die geplante Therme am Klopeiner See. Im Zusammenhang mit dem Projekt wird von einer möglichen zusätzlichen Wertschöpfung von rund 44 Millionen Euro pro Jahr ausgegangen. Bei geförderten Tourismusinvestitionen würden durchschnittlich rund 70 Prozent des Investitionsvolumens unmittelbar in der Region wirksam. Bei einer Million Euro entspreche das statistisch rund 700.000 Euro Wertschöpfung bereits während der Investitionsphase.

Zu den laufenden Effekten zählt die WKO Beschäftigung, Lieferanten und zusätzliche touristische Nachfrage. Thoma sagt, ein Teil der wirtschaftlichen Rendite lande in der regionalen Wirtschaft und nicht an der Badekasse. Ein Bad könne betriebswirtschaftlich ein schwieriges und volkswirtschaftlich zugleich ein hervorragendes Geschäft sein, meint der Bädersprecher.

Lass Deine Reaktion da

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.