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KI-generiertes Bild: Kärnten präsentiert Medizinmodell bei Fachkongress in BerlinKI-Bild

Gesundheitslandesrätin Beate Prettner stellte Kärntens Modellregion für geschlechterspezifische Medizin vor. Ein zweiter Diplomlehrgang läuft.

Kärntens Gesundheitslandesrätin Beate Prettner hat beim deutsch-österreichischen G³-Kongress in Berlin die Kärntner Modellregion für geschlechterspezifische Medizin vorgestellt. Sie eröffnete den Kongress gemeinsam mit dem österreichischen Botschafter Alexander Marschik und Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke.

Unter dem Titel „Perspektiven der geschlechtersensiblen Medizin“ kamen Fachleute aus Wissenschaft, medizinischer Praxis und Politik zusammen. Der Kongress behandelte unter anderem die Integration geschlechtersensibler Medizin in bestehende Versorgungsstrukturen, geschlechtsspezifische Daten für Forschung und künstliche Intelligenz sowie entsprechende Inhalte in der medizinischen Ausbildung.

Neben ihrem Vortrag nahm Prettner an einer Podiumsdiskussion darüber teil, wie geschlechtersensible Medizin rascher und dauerhaft in der medizinischen Lehre verankert werden kann. Zu den medizinischen Unterschieden sagte sie: „Frauen und Männer können bei derselben Erkrankung unterschiedliche Symptome zeigen, verschiedene Krankheitsverläufe erleben und unterschiedlich auf Medikamente reagieren.“

Kärnten setzt auf Ausbildung und Weiterbildung

Kärnten ist seit 2021 Österreichs erste Modellregion für geschlechterspezifische Medizin. Das Land will geschlechtsspezifische Erkenntnisse systematisch in die medizinische Praxis bringen. Schwerpunkte sind die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Gesundheitsberufen, regelmäßige Fort- und Weiterbildungen und die Sensibilisierung der Bevölkerung.

Den österreichweit ersten Diplomlehrgang für geschlechterspezifische Medizin schlossen 2025 insgesamt 16 Ärztinnen und Ärzte erfolgreich ab. Die Absolventinnen und Absolventen tragen ihr Wissen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in die medizinische Praxis weiter. Ein zweiter Lehrgang läuft bereits.

Wissen wird über Fortbildungsangebote, die Zusammenarbeit mit Gesundheitseinrichtungen und die „Gesunden Gemeinden“ an Fachkräfte und die Bevölkerung weitergegeben. Nach einer Präsentation der Modellregion im Landtag in Kiel besuchte 2026 eine Delegation des dortigen Sozialausschusses Kärnten, um sich über die praktische Umsetzung zu informieren.

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