Niederlande und Spanien nominieren Kandidaten für EZB-Spitze
KI-Bild Bis zum Fristende waren nur Knot und de Cos offiziell nominiert. Die Euro-Gruppe will die Bewerbungen am Montag, 9. November 2026, sichten.
Pablo Hernandez de Cos ist Spaniens Vorschlag für das Präsidentenamt der Europäischen Zentralbank (EZB), für das Klaas Knot von den Niederlanden nominiert wurde. Zum Ablauf der Nominierungsfrist waren ausschließlich diese beiden Namen offiziell auf der Kandidatenliste verzeichnet. Die Finanzminister der Euro-Staaten wollen sich am Montag, 9. November 2026, in der Euro-Gruppe mit den bis Freitag eingelangten Vorschlägen befassen und den Stand der Bewerbungen festhalten.
Die Ernennung des EZB-Präsidenten liegt bei den Staats- und Regierungschefs der EU. Grundlage dafür ist eine Empfehlung der Euro-Staaten. Christine Lagarde will am 7. Februar 2027 aus dem Amt ausscheiden. Das vorgesehene Ende ihrer Amtsperiode liegt fast neun Monate später.
Klaas Knot ist 59 Jahre alt. Dem EZB-Rat gehörte er von 2011 bis 2025 an, in dieser Zeit stand er an der Spitze der niederländischen Zentralbank. Die Überwachung von Finanzrisiken ist Aufgabe des länderübergreifenden Financial Stability Board, dessen Vorsitzender er von Ende 2021 bis Mitte 2025 war.
In der Inflationsentwicklung fällt das Jahr 2022 durch einen starken Anstieg auf. In diesen zehn Jahren erreichte die Inflation zugleich zu keinem Zeitpunkt die von der EZB angestrebten 2,0 Prozent. Um die Inflation anzukurbeln, ergriff die EZB weitreichende Maßnahmen. Mario Draghi hatte zuvor zugesagt, den Euro „um jeden Preis“ zu bewahren.
Der 55-jährige Pablo Hernandez de Cos leitete von 2018 bis 2024 die spanische Zentralbank. Seit Juli 2025 führt er die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Diese Einrichtung bietet Notenbankern ein Forum. In dieser Einrichtung hat auch der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht seinen Sitz. Er bestimmt, welche Vorgaben zum Eigenkapital für Banken länderübergreifend gelten.
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