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KI-generiertes Bild: Bunte Holzklötze stehen neben einem aufgeschlagenen Kalender auf einem Tisch.KI-Bild

Für Unter-Dreijährige erreicht das Betreuungsangebot nur in 31 Gemeinden die höchste Kategorie 1A. 159 Gemeinden stellten keine Daten bereit.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • In Oberösterreich erreichen nur 31 Gemeinden für Unter-Dreijährige die 1A-Wertung.
  • 159 der 438 oberösterreichischen Gemeinden übermittelten keine Daten.
  • Die AK fordert einen Rechtsanspruch auf Betreuung ab dem zweiten Lebensjahr bis Volksschulende.

Nur 31 Gemeinden erreichen mit ihrem Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren die 1A-Spitzenwertung. Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK) hält fest, dass vielen Eltern der berufliche Wiedereinstieg wegen des knappen Betreuungsangebots schwerfällt.

Die Angaben für den Kinderbetreuungsatlas 2026 holten die AK und das Institut für Empirische Sozialforschung (IFES) zwischen Mai und Juli 2026 bei den Gemeinden ein. 279 der insgesamt 438 oberösterreichischen Gemeinden machten bei der Datensammlung mit. Von 159 Gemeinden gingen keine Daten ein. Das waren rund 36 Prozent und 34 Gemeinden mehr als im Vorjahr. Seit 27 Jahren beschäftigt sich die AK mit der Lage der institutionellen Bildung und Betreuung von Kindern.

Die Bewertung stützt sich auf neun Kriterien: tägliche Betreuungs- und Öffnungszeiten, Mittagsangebot und jährliche Schließzeiten. Bei einer Gemeinde kann die Gesamtbewertung durch einen zusätzlichen „Plus“-Punkt ergänzt werden, etwa für den „gesunden Kindergarten“ oder den Einsatz von Zivildiener:innen. Die Bewertung ordnet die Gemeinden den Kategorien 1A bis D zu. Für eine Einstufung in Kategorie 1A müssen acht oder neun Kriterien vorliegen. Von den Gemeinden, die mitmachten, kamen 157 auf die Bestwertung. Die meisten 1A-Bewertungen entfielen auf Linz-Stadt und Linz-Land, Eferding, Steyr-Stadt sowie Wels-Stadt beziehungsweise Wels-Land. Für ein nur geringes oder gar nicht vorhandenes Kinderbetreuungsangebot sind die Einstufungen C und D vorgesehen. Das trifft aktuell auf 18 Gemeinden in verschiedenen Bezirken zu.

Atlas ordnet Betreuungsangebote drei Altersgruppen zu

Bei den Unter-Dreijährigen erreichen 141 Gemeinden Kategorie A, 75 Kategorie B und 32 die Kategorien C und D.

Für 100 Gemeinden in der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen gilt Kategorie 1A, für 82 Kategorie A. In 80 Gemeinden, die an der Erhebung mitwirkten, liegt die jährliche Schließzeit der Kindergärten über der gesetzlichen Grenze von fünf Wochen. Die rechtlich festgelegten Regeln befolgen die Statutarstädte Linz, Steyr und Wels ebenso wie die Mehrheit der Gemeinden in den Bezirken Eferding, Linz-Land und Steyr-Land.

Im Bereich der Volksschulkinder verzeichnet die Erhebung 93 Gemeinden in Kategorie A. 186 Gemeinden kommen in der Bewertung nicht über Kategorie B hinaus. Für Eltern sind vor allem Nachmittags- und Ferienbetreuung wichtig, denn der Betreuungsbedarf endet nicht mit dem Schuleintritt.

Arbeiterkammer verlangt Ausbau der Kinderbetreuung

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert einen Rechtsanspruch auf einen qualitätsvollen Betreuungsplatz ab dem zweiten Lebensjahr bis zum Ende der Volksschule. Sie verlangt außerdem flächendeckende, bedarfsgerechte und vollzeittaugliche Angebote, verpflichtende und professionelle Bedarfserhebungen in Gemeinden und Bezirken sowie eine finanzielle Absicherung des Ausbaus durch das Land Oberösterreich. Dazu fordert sie eine Ausbildungsoffensive, damit genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

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