Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
Eine Gruppe steht vor einer reich verzierten Wand in einem Saal.

Sieben Jugendliche in Voller Erziehung sprachen in Innsbruck mit Landesrätin Eva Pawlata über Privatsphäre, Mitbestimmung und Regeln im Betreuungsalltag.

Am 3. November 2026 trafen sich im Innsbrucker Landhaus Landesrätin Eva Pawlata und sieben Jugendliche zu einem Gespräch. Vertreter:innen der Fachabteilung des Landes Tirol nahmen ebenfalls daran teil. Im Rahmen der Vollen Erziehung wohnen die Jugendlichen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe mit sozialpädagogischer Ausrichtung.

Die Jugendlichen brachten ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche und Anliegen ein. Sie sprachen darüber, wie sie mit den für sie verantwortlichen Sozialarbeiter:innen in Verbindung stehen und ob sie sich auf die Kinder- und Jugendhilfe verlassen können. Auch Privatsphäre, Mitbestimmung, Regeln im Betreuungsalltag und die Regelung der Familienbeihilfe kamen zur Sprache.

Pawlata betont den direkten Austausch

Pawlata erklärte, warum sie Gespräche mit Jugendlichen wichtig findet: „Niemand weiß besser, was junge Menschen in ihrem Alltag beschäftigt, als sie selbst. Deshalb ist es mir besonders wichtig, nicht nur über Jugendliche zu sprechen, sondern direkt mit ihnen.“

Kinder- und Jugendanwalt Lukas Trentini und externe Vertrauenspersonen der Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol (KiJA) begleiteten und moderierten das Gespräch. Junge Menschen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können sich an die Vertrauenspersonen wenden, die ihnen als eigenständige Kontaktmöglichkeit dienen. Sie setzen sich für die Rechte der Jugendlichen und ihren Schutz vor Gewalt ein und helfen, die Qualität in den Einrichtungen zu sichern.

Bereits bei der Jugendkonferenz der KiJA im Juni 2026 hielten die Jugendlichen, die daran teilnahmen, mit anderen jungen Menschen fest, welche Fragen ihren Alltag prägen und in welchen Bereichen sie Änderungen wollten. Trentini bezeichnete echte Beteiligung als Kinderrecht und Qualitätsmaßstab der Kinder- und Jugendhilfe: „Echte Beteiligung ist kein freiwilliges Entgegenkommen, sondern ein Kinderrecht und ein wesentlicher Qualitätsmaßstab einer Kinder- und Jugendhilfe, die junge Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

Fehler entdeckt? So gehen wir mit Fehlern um

Lass Deine Reaktion da

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.