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Eine Gruppe legt gemeinsam die Hände auf einen roten Knopf auf einem runden Tisch.

Betroffene finden steirische Anlaufstellen nun gebündelt online. Auch Angehörige und Freunde erhalten dort Rat.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • In Graz wurde am 4. November eine Website mit steirischen Anlaufstellen freigeschaltet.
  • Die Suche ist kostenlos und ohne Namensnennung möglich.
  • Die Website steht im Mittelpunkt der Kampagne „Wir sind für dich da“.

Wer sexualisierte Gewalt erlebt hat, erhält auf einer neuen Website einen Überblick über die steirischen Anlaufstellen. Soziallandesrat Hannes Amesbauer schaltete das Angebot am 4. November im Medienzentrum Steiermark in Graz frei. Rat steht auf der Seite auch Angehörigen und Menschen aus dem Freundeskreis zur Verfügung.

Unter www.wirsindfuerdichda.steiermark.at lassen sich die Anlaufstellen ohne Namensnennung und ohne Kosten suchen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit liefert die Website Informationen zu sexualisierter Gewalt und ermöglicht eine erste Orientierung. Das Angebot bleibt auf dem Sozialserver der Abteilung 11 des Landes Steiermark verfügbar. Fachleute mit langjähriger Tätigkeit mit Betroffenen wirkten an der Entwicklung mit.

Gespräche und Apotheken gaben Anstoß zur Kampagne

Im Sozialressort läuft vor der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ die Kampagne „Wir sind für dich da“ an. In ihrem Mittelpunkt steht die Website. Vertrauliche Gespräche mit Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt hatten, lieferten ebenfalls Impulse für die Kampagne. Manche Betroffene sprachen erst Monate nach den Übergriffen mit jemandem darüber.

Auch Rückmeldungen aus steirischen Apotheken zählten zu den Impulsen. Bei der Ausgabe der „Pille danach“ lassen Gespräche erkennen, dass Erfahrungen mit sexuellen Handlungen ohne Einverständnis gelegentlich eine Rolle spielen.

An Betroffene, Angehörige und Fachkräfte richten Fachleute der beteiligten Einrichtungen kurze Videos. Zu diesen Einrichtungen gehören Hazissa, die Frauenhäuser Steiermark, die Männerberatung Steiermark und die Gewaltambulanz Graz. Ebenfalls beteiligt sind der Männernotruf, Rettet das Kind Steiermark, das Gewaltschutzzentrum Steiermark und die Beratungsstelle TARA.

Die Apothekerkammer, die Ärztekammer und die Wirtschaftskammer wirken als Partner an der Kampagne mit. „Du bist nicht allein.“ steht als Botschaft auf Plakaten und digitalen Motiven. Ein QR-Code führt zur Website. Wer die „Pille danach“ in einer Apotheke erhält, bekommt dazu jeweils eine Karte im Visitenkartenformat mit QR-Code. Über die Ärztekammer kommen Plakate in die Ordinationen von Hausärzten.

Steirische Influencer verbreiten die Kampagne in ihren Communitys. Ein Briefing zeigt ihnen, wie sie auf Meldungen von Betroffenen reagieren können. Die Wirtschaftskammer Steiermark verbreitet die Kampagne über den Newsletter der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Mit weiteren möglichen Partnern laufen Gespräche.

Hilfseinrichtungen bieten telefonische Beratung

Die Frauenhäuser Steiermark bieten Frauen und Kindern unter 0800 20 20 17 rund um die Uhr kostenlos Schutz und Beratung. TARA ist unter 0316 31 80 77 für Frauen ab 16 Jahren erreichbar, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Rettet das Kind Steiermark unterstützt Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen unter 0316 83 16 90.

Das Gewaltschutzzentrum Steiermark ist bei Gewalt und Stalking unter 0316 77 41 99 erreichbar und begleitet Betroffene zu Polizei und Gericht. Rat auf Draht ist für Kinder und Jugendliche unter 147 rund um die Uhr anonym erreichbar. Das Beziehungstelefon „Reden wir!“ bietet unter 0800 20 44 22 bei Beziehungskrisen und Gewalt rund um die Uhr anonyme Hilfe.

Die Männerinfo ist für Männer und Burschen unter 0800 400 777 rund um die Uhr erreichbar. Die Männerberatung Steiermark bietet Männern und Burschen, die Hilfe suchen, unter 0316 83 14 14 eine Anlaufstelle. Der Männernotruf ist für Männer in Krisen unter 05 76 77 rund um die Uhr erreichbar.

Die Gewaltambulanz Graz ist für Untersuchung und Beweissicherung nach einem Übergriff unter 0664 84 38 241 erreichbar. Hazissa ist für Fachkräfte und Einrichtungen von Montag bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr unter 0316 90 370 160 erreichbar. Im Notfall gelten die Nummern 133 für die Polizei, 144 für die Rettung und 112 für den Euro-Notruf.

Land fördert mobile Hilfe und unterstützt Strafanträge

Das Sozialressort investierte rund 640.000 Euro in das Projekt Forensic PETRA der Medizinischen Universität Graz. Ein mobiler Untersuchungswagen bringt gerichtsmedizinische Expertise per Telemedizin dorthin, wo sie gebraucht wird, auch außerhalb des Grazer Zentralraums.

Auf Initiative von Landesrat Amesbauer unterstützten alle Bundesländer bei der Kinder- und Jugendhilfereferentenkonferenz in Innsbruck einstimmig Anträge für härtere Strafen bei Kindesmissbrauch.

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