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Frauen stehen nebeneinander in einem hellen, säulengeschmückten Innenraum.

Am 5. November fällt der österreichweite Equal Pay Day. Männer haben dann bereits so viel verdient wie Frauen im ganzen Jahr.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • In Österreich fällt der Equal Pay Day 2026 auf den 5. November.
  • Bei ganzjährig Vollzeitbeschäftigten verdienen Frauen jährlich 10.542 Euro weniger.
  • Sandra Steiner drängt auf eine zügige Umsetzung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie.

In Österreich fällt der Equal Pay Day 2026 auf den 5. November. Bis dahin haben Männer bereits so viel verdient, wie Frauen im gesamten Jahr. Für Frauen entspricht der Rückstand 57 Tagen unbezahlter Arbeit.

Die Berechnung stützt sich auf die durchschnittlichen Jahres-Brutto-Einkommen von Beschäftigten mit ganzjähriger Vollzeitstelle. Im Vorjahr fiel der Equal Pay Day auf den 2. November. Das jährliche Bruttoeinkommen der Männer in Österreich beläuft sich im Schnitt auf 67.988 Euro, bei Frauen sind es 57.446 Euro. Ihr Einkommen liegt damit um 15,5 Prozent beziehungsweise durchschnittlich 10.542 Euro pro Jahr niedriger.

Wien erreicht den Equal Pay Day später

Wien kommt im Bundesländervergleich beim Equal Pay Day erst nach allen anderen Bundesländern an. Zugleich ist die Einkommenslücke dort am schmalsten. Er fällt 2026 auf den 23. November. Das Jahreseinkommen vor Abzügen beläuft sich in Wien bei Männern auf rund 69.451 Euro und bei Frauen auf 62.112 Euro. Das entspricht einem Unterschied von 7.339 Euro beziehungsweise 10,6 Prozent.

„Wien, wie sie will.“ erreichte unter den Frauenbefragungen in Wien den größten Umfang. Laut Stadt machte die Erhebung deutlich, dass bei fairer Bezahlung Handlungsbedarf besteht. Drei Anliegen haben für die Wienerinnen besonderes Gewicht: eine kleinere Einkommensschere, Lohntransparenz und gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Der überwiegende Anteil der unbezahlten Arbeit entfällt auf Frauen. Bei der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen und im Haushalt übernehmen Frauen mit Vollzeitstelle ebenfalls den größten Anteil der unbezahlten Arbeit. Viele Frauen sind mehrfach belastet und verdienen dennoch für gleiche Arbeit weniger als Männer.

Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch setzt sich für transparente Löhne ein und verlangt, dass gleiche Arbeit gleich bezahlt wird. Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Wien, verlangt die Anwendung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie in Österreich mit dem Ziel, Frauen gerechtere Einkommen zu ermöglichen. Sandra Steiner, gf. ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende, verweist darauf, dass die Richtlinie als EU-Recht verbindlich ist. Sie drängt auf eine zügige Umsetzung, die eindeutige Vorgaben und Rechtssicherheit schafft. Statt drohende Strafzahlungen an die EU zu riskieren, sollte das Geld in Österreich in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen, fordert Steiner. Flächendeckende Betreuungsangebote ermöglichen Frauen bessere Erwerbschancen.

Das Frauenservice Wien informiert am Mittwoch, 4. November 2026, von 15 bis 17 Uhr auf der Mariahilfer Straße auf Höhe der Hausnummer 45 über den österreichweiten Equal Pay Day. Die Information erfolgt in Kooperation mit den ÖGB-Frauen und der AK Wien – Frauen und Gleichstellungspolitik sowie online. Gemeinsam mit dem waff bietet das Frauenservice im November kostenlose Workshops zu beruflichen Zukunftsperspektiven für Frauen an. Am 3. November von 17.30 bis 19 Uhr geht es um KI-Kaufberatung, Online-Betrug und Deepfakes. Der Workshop „Digital und nachhaltig im Job – Frauen erzählen ihre Erfolgsgeschichten“ ist für den 25. November von 17.30 bis 19 Uhr geplant. Anmeldungen sind unter wien.gv.at/frauen-fragen-frauen möglich.

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