Absurde Wartezeiten für Kärntner Jungärzte trotz Ärztemangel
Kärntner Jungärzte warten trotz Ärztemangels monatelang auf Plätze für die neunmonatige Basisausbildung. Die Ärztekammer fordert eine Ausbildungsgarantie, um Frustration der Absolventen und weitere Verschärfung des Mangels zu verhindern.
Kärntner Jungärzte müssen monatelang auf einen Platz für die verpflichtende neunmonatige Basisausbildung in den Spitälern warten. Trotz des bestehenden Ärztemangels bilden sich Wartelisten für Medizinabsolventen.
Spitalsabteilungen bleiben unterbesetzt und Dienstpläne sind schwer zu füllen. Rund 1700 Kärntner Spitalsärzte stehen in den kommenden Jahren vor der Pension.
Die Kärntner Ärztekammer verlangt eine Ausbildungsgarantie für Absolventen. Präsident Markus Opriessnig erklärt, man könne es sich nicht leisten, die nächste Generation durch Wartelisten zu frustrieren.
Kim Haas als Sprecherin für Turnusärzte in der ÖÄK und Kärntner Ärztekammer bezeichnet die Lage als absurd. In keinem anderen Beruf müssten Berufseinsteiger auf solchen Listen ausharren.
Vizepräsident Maximilian Miksch warnt, dass diese Hürden den künftigen Fachärztemangel verschärfen. Absolventen könnten ins Ausland abwandern, wo vergleichbare Wartezeiten nicht existieren.
Die Österreichische Ärztekammer hat in einer Pressekonferenz eine Jobgarantie statt einer Arbeitsverpflichtung für Jungärzte gefordert. Junge Mediziner sollen rasch eine Stelle in den Spitälern erhalten.
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