Greenpeace: Grundwasserstände in Niederösterreich weiter gesunken
Greenpeace hat einen anhaltenden negativen Trend bei den Grundwasserständen in Niederösterreich festgestellt. Alle Messstellen erreichten dort den niedrigsten Juni-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Grundwasserstände an 224 offiziellen Messstellen in Österreich ausgewertet und dabei einen anhaltend negativen Trend festgestellt.
Ende Juni wiesen 78 Prozent der Stationen niedrige oder sehr niedrige Werte auf. Gegenüber der Mai-Auswertung mit 86 Prozent ergab sich eine leichte Verbesserung, die jedoch hauptsächlich auf Niederschläge in Teilen der Steiermark und Kärntens zurückgeht.
In Niederösterreich liegen 45 der ausgewerteten Messstellen. Minimal fielen die Ergebnisse an 11 Orten aus, schwach an 26, mittelmäßig an 7 und stark an 1.
Entwicklung in Niederösterreich
Der Anteil der Stationen mit sehr niedrigem Grundwasserstand hat sich in Niederösterreich binnen eines Monats von 13 auf 24 Prozent fast verdoppelt. Alle Messstellen erreichten den niedrigsten Juni-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.
Greenpeace-Wasserexperte Sebastian Theissing-Matei bezeichnete die Entwicklung als wahre Durststrecke und forderte ein transparentes Wasserentnahme-Register sowie eine Wasserabgabe für industrielle Großverbraucher.
Die Organisation richtete den Appell an Wasserminister Norbert Totschnig, das angekündigte Register rasch umzusetzen und Renaturierungsprojekte an Flüssen zu beschleunigen.
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