Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
Eine Frau mittleren Alters hält sich den Kopf und betrachtet Papiere am Tisch.Bild mit KI erstellt

Volksanwalt Achitz kritisiert in Wien Zahlungsstopps und lange Verfahrensdauern bei der Mindestsicherung durch die MA 40. Betroffene warten monatelang ohne Bescheid.

Volksanwalt Bernhard Achitz hat die Bearbeitung von Anträgen auf Wiener Mindestsicherung durch die MA 40 kritisiert. Er beanstandete sowohl monatelange Zahlungsstopps als auch Überschreitungen der gesetzlichen Fristen.

Achitz verwies auf den Fall einer 52-jährigen Wienerin, die nach Meldung eines geringfügigen Jobs von 300 Euro monatlich keine Mindestsicherung mehr erhielt. Die Behörde stellte weder eine Kürzung noch einen Bescheid aus.

In den Jahren 2024 und 2025 kam es laut Volksanwaltschaft in mehr als 100 Fällen zu solchen Zahlungsstopps. Ein monatelanger Ausfall widerspreche dem Zweck des Wiener Mindestsicherungsgesetzes.

Die gesetzliche Höchstdauer für die Bearbeitung von Anträgen beträgt drei Monate. Achitz forderte, diese Frist nicht auszuschöpfen, da Betroffene auf die Leistung angewiesen seien.

Im geschilderten Fall dauerte die Bearbeitung eines Verlängerungsantrags aus dem Februar mehrere Monate. Erst nach Einschaltung der Volksanwaltschaft und der Sendung „Bürgeranwalt“ erfolgte die Bewilligung.

Achitz empfahl Behörden, gemeldete Einkünfte zunächst anzuerkennen und später zu prüfen. Er riet Betroffenen, mit Ämtern schriftlich statt telefonisch zu kommunizieren.

Die Kritik äußerte Achitz am 20. Juni in der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“.

Lass Deine Reaktion da

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.