Pflicht für Deutschförderklassen in Klagenfurter Sommerschulen
Bild mit KI erstellt In Klagenfurt gilt heuer erstmals eine Teilnahmepflicht an Sommerschulen für Schüler aus Deutschförderklassen. Elternvereine und Schulen äußern gemischte Reaktionen auf die neue Regelung.
In Klagenfurter Sommerschulen gilt heuer erstmals eine Teilnahmepflicht für außerordentliche Schüler aus Deutschförderklassen. Rund 1.000 Schüler in 75 Gruppen besuchen die Angebote in 13 Einrichtungen.
Die Verpflichtung betrifft Schüler, die eine Deutschförderklasse besuchen. Sie sollen dadurch gezielt beim Erwerb der Unterrichtssprache Deutsch unterstützt werden. Bisher nahmen viele dieser Schüler die Sommerschule nicht in Anspruch.
Ulrike Reinöhl, Präsidentin des Landesverbands der Elternvereine für den Bereich AHS/BHMS, hält den Wunsch nach mehr Teilnahme für nachvollziehbar. Sie weist jedoch darauf hin, dass sich in der Praxis erst zeigen muss, ob die Pflicht tatsächlich mehr Schüler erreicht. Zudem bleibe die Frage nach möglichen Konsequenzen bei Nichtteilnahme offen.
Förderung im AHS-Bereich
Am BRG Viktring werden heuer etwa 40 Schüler in drei bis vier Gruppen betreut. Darunter befindet sich ein außerordentlicher Schüler. Direktorin Brigitte Magnes kritisiert, dass die Fördermaßnahmen für Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse im AHS-Bereich schlechter ausfallen als im Mittelschulbereich.
Sie begrüßt die verpflichtende Sommerschule, betont aber die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Begleitung. Manchmal sei ein Jahr intensives Deutschlernen die beste Investition.
Positive Einschätzung an Mittelschule
An der MS 12 in Klagenfurt St. Ruprecht liegen derzeit 76 Anmeldungen vor. Direktorin Birgit Media sieht die Sommerschule als wichtige Möglichkeit, Sprachkompetenzen zu stärken und einen erfolgreichen Schulstart zu unterstützen.
Die Teilnahme an der Sommerschule ist kostenlos. Außerordentliche Schüler werden amtswegig durch die Schulleitung angemeldet.
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