30-Jähriger nach mutmaßlichen Fahrerfluchten und Buskollision festgenommen
Nach zwei Verkehrsunfällen mit Fahrerflucht in Wien-Leopoldstadt ist ein 30-Jähriger vorläufig festgenommen worden. Zwei Lenker wurden leicht verletzt.
Ein 30-jähriger afghanischer Staatsangehöriger steht im Verdacht, am 20. Juli gegen 15.15 Uhr in Wien-Leopoldstadt zwei Verkehrsunfälle verursacht und danach jeweils Fahrerflucht begangen zu haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann in der Stephanie-Endres-Straße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Beim Überholen touchierte er laut Polizei einen 18-jährigen E-Scooter-Lenker, der dadurch stürzte. Der Pkw-Lenker soll ohne anzuhalten in Richtung Marathonweg weitergefahren sein.
Am Marathonweg fuhr der Mann laut Polizei auf eine baulich getrennte Fahrbahn für Omnibusse und kollidierte frontal mit einem Linienbus. Der Pkw blieb wegen der starken Beschädigungen fahruntüchtig auf der Fahrbahn stehen.
Der Unfalllenker, der sich selbst verletzte, versuchte anschließend gemeinsam mit drei weiteren Fahrzeuginsassen zu Fuß zu flüchten. Passanten hielten ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei an.
Bei der Sachverhaltsklärung zeigte sich der Tatverdächtige laut Polizei aggressiv, beschimpfte und bespuckte Polizisten und schlug einem Beamten der Bereitschaftseinheit Wien ins Gesicht. Der 30-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Bei ihm wurde eine Alkoholisierung von 1,3 Promille festgestellt. Der Führerschein wurde vorläufig abgenommen.
Der 18-jährige E-Scooter-Lenker und der 31-jährige Buslenker wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt. Der Buslenker und der Unfalllenker wurden zur weiteren Abklärung und Behandlung in ein Spital gebracht.
Der 30-Jährige wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, der Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr, der unterlassenen Hilfeleistung, des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, der schweren Körperverletzung, der Verletzung des öffentlichen Anstandes, der Erregung ungebührlichen Lärms sowie nach verkehrsrechtlichen Bestimmungen angezeigt.
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