Nachrichten.jetzt als Google-Quelle bevorzugen
Ältere Frau im Rollstuhl und Mann in Anzug stoßen mit Sektgläsern an
Auf ein langes, bewegtes Leben: Margareta Pfitscher stieß mit Bürgermeister Johannes Anzengruber gut gelaunt auf ihren 107. Geburtstag an.

Margareta Pfitscher feiert in Innsbruck ihren 107. Geburtstag. Bürgermeister Johannes Anzengruber gratulierte ihr im Wohnheim Reichenau.

Margareta Pfitscher feiert als älteste Bürgerin Innsbrucks ihren 107. Geburtstag. Bürgermeister Johannes Anzengruber gratulierte ihr persönlich im Wohnheim Reichenau.

Pfitscher blickt auf ein langes, bewegtes Leben zurück. Während des Zweiten Weltkriegs lebte sie in Norwegen, später wurde die Tiroler Bergwelt zu ihrer großen Leidenschaft. Ihr Grundsatz lautet: „Geht nicht, gibt’s nicht.“

Sie fuhr Ski und wanderte regelmäßig. Einmal im Jahr stand der 3.277 Meter hohe Habicht im Stubaital auf ihrem Programm. Bei einer Skitour im hintersten Zillertal brach ihr bei minus 15 Grad ein Ski. Sie reparierte ihn mit einem Reparaturset und gelangte eigenständig ins Tal.

Zu ihrem 90. Geburtstag wollte Pfitscher mit ihrer Enkelin und deren Mann auf die Seychellen reisen, allerdings erst nach einem bereits gebuchten Ägypten-Urlaub. Sie unternahm zahlreiche Kreuzfahrten und flog mit ihrem zweiten Lebensgefährten bis ins hohe Alter jährlich nach Mallorca. Bis kurz vor ihrem 100. Geburtstag fuhr sie selbst Auto. Als ihre Enkelin mit 96 Jahren Zweifel am Autofahren äußerte, nahm Pfitscher nochmals Fahrstunden.

Feiern bis in die Morgenstunden

Bis zum Beginn der Corona-Pandemie tanzte Pfitscher regelmäßig. Ihren 100. Geburtstag feierte sie mit einer Abholung im Oldtimer bis zwei Uhr früh. Als ein Arzt sie wegen Rückenbeschwerden fragte, was sie den ganzen Tag mache, antwortete sie: „Ja wissens, ich bin schon in Pension, da hat man viel Zeit.“

Anzengruber würdigte Pfitscher als Vorbild für Lebensfreude, Mut und Unabhängigkeit. Ihre Enkelin Petra Zwerger dankte dem Betreuer-Team des Wohnheims Reichenau und Pfitschers Freundin Moni für die Unterstützung im Alltag. Bei der Feier im Wohnheim waren auch Pfarrer Paul Kneußl von der Pauluskirche und das Stationsteam dabei.

Deine Meinung zu diesem Artikel?

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

Kommentare kannst Du auf diesem Gerät aktuell nur lesen.

Kommentare nur in der iOS-App

Zum Kommentieren bitte die iOS-App verwenden.

Öffne oder installiere die App, um diesen Beitrag dort zu kommentieren.

Installieren

Am Desktop kannst Du zusätzlich den QR-Code rechts unten scannen.