Sport bei Hitze: Innsbrucker Oberarzt warnt vor vermeidbaren Risiken
Ein Rennradfahrer musste nach der Fahrt auf den Zirler Berg reanimiert werden. Mediziner und Land Tirol raten zu angepasstem Training.
Sport bei Hitze kann für viele Aktive vermeidbare Risiken mit sich bringen. Frank Hartig, leitender Oberarzt an der Notaufnahme der Innsbrucker Klinik, fordert deshalb mehr Hausverstand.
Drei Stunden vor einem Interview mit Hartig kam ein Rennradfahrer nach der Fahrt über den Zirler Berg in die Klinik und musste reanimiert werden. Ob die Hitze dafür verantwortlich war, lässt sich in diesem Fall nicht beweisen. Hartig hält einen Zusammenhang aber für naheliegend.
Ein gefährlicher Hitzeschlag mit Organversagen bleibt nach Einschätzung des Notfallmediziners selten. Deutlich häufiger werden hingegen hitzebedingte Erschöpfung, Hitzekrämpfe und Kreislaufbeschwerden beobachtet.
Land Tirol empfiehlt Anpassungen beim Training
Hartig empfiehlt, bei Hitze weder zu viel noch zu wenig zu trinken und sportliche Belastungen auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen. Auch das Land Tirol rät Vereinen und Sporttreibenden, ihr Training an heißen Tagen anzupassen.
Gesundheitsdirektorin Theresa Geley empfiehlt regelmäßiges Trinken bereits vor dem Training. Bei längeren Belastungen soll die Flüssigkeitszufuhr fortgesetzt werden. Eine angepasste Ernährung kann den Körper zudem beim Umgang mit hohen Temperaturen unterstützen.
Das Land Tirol stellt die Broschüre „Gesunder Sport in Zeiten des Klimawandels“ bereit. Daran wirkten die tirol kliniken, das Olympiazentrum Tirol und das Institut für Sport, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus, kurz ISAG, mit. Eine Checkliste enthält Hinweise zu Essen und Trinken beim Sport an heißen Tagen.
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