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Eine Hand hält ein Infrarot-Thermometer, das 46 Grad Celsius anzeigt, über grauem Pflaster.

Eine Gemeinderatsanfrage weist 5,141 Millionen Euro städtische Kosten aus. Am Bozner Platz wurden bis zu 46 Grad gemessen.

Am neu gestalteten Bozner Platz stehen weiterhin die Projektkosten und die Wirkung der Klimamaßnahmen zur Diskussion. Eine Gemeinderatsanfrage von Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) brachte dazu detaillierte Zahlen hervor. Zusätzlich liegen Temperaturmessungen vom 12. Juli vor.

Die in der Anfrage ausgewiesenen städtischen Gesamtkosten betragen mit Stichtag 7. Mai 2026 5,141 Millionen Euro brutto. Dieser Wert steht unter dem Vorbehalt der Schlussrechnung und der Klimaaktiv-Förderung. Ausgangspunkt der Berechnung sind 7,3 Millionen Euro brutto. Davon wurden Covid-19-Sonderförderungen von 115.000 Euro und 244.000 Euro sowie eine erwartete Klimaaktiv-Förderung von 1,8 Millionen Euro abgezogen.

Bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB) werden für die gemeinsam ausgeschriebenen Baumeisterarbeiten 82.908,89 Euro netto angeführt. Für das Beleuchtungskonzept ist ein IKB-Investitionskostenzuschuss von 37.895,79 Euro netto ausgewiesen.

Eine mit 23. Februar 2026 datierte städtische FAQ nennt für die Neugestaltung hingegen Gesamtkosten von 6,49 Millionen Euro. Die Baumeisterarbeiten werden dort mit 4,36 Millionen Euro beziffert. Nach Darstellung der Stadt lagen die Kosten um rund 2,5 Millionen Euro unter der ersten Schätzung. Der endgültige Betrag soll erst nach Vorlage sämtlicher Rechnungen und unter Berücksichtigung der Förderungen feststehen.

Als Ergänzung zum Siegerprojekt wurden Pflanztröge samt Bewässerungsanlage umgesetzt. Sicherheitspoller gehörten nicht zum Siegerprojekt. Sie wurden während der Bauarbeiten nach terroristischen Vorfällen in anderen europäischen Städten und in Abstimmung mit der Polizei als sinnvoll beurteilt.

Architekt Siegfried Zenz maß am Sonntag, 12. Juli, zwischen 13.30 und 14.10 Uhr bei wolkenlosem Himmel am Bozner Platz und am Landhausplatz. Die Lufttemperatur lag am Bozner Platz bei 39 Grad, am Landhausplatz bei 34 Grad. In der Sonne wurden auf dem Schotter des Bozner Platzes 42 Grad und auf Beton am Landhausplatz 40 Grad festgestellt. Im Schatten lagen die Werte bei 37 beziehungsweise 34 Grad. Auf den Platten am Bozner Platz wurden in der Sonne 46 Grad gemessen.

Ein Vergleich von Messungen des Büros für ökologische Bau- und Regionalplanung von Klaus Mathoy aus August 2021 und Juli 2026 kommt zum Ergebnis, dass der neue Platz wärmer ist als der frühere. Zenz kritisiert am Schwammstadtprinzip vor allem Bau- und Erhaltungskosten. Beim Schotterboden nennt er unter anderem eingeschränkte Versickerung, Staub bei Trockenheit, eine bei Nässe erschwerte Begehbarkeit und Barrierefreiheit sowie einen aufwendigeren Winterdienst.

Die Stadt verweist bei der Gestaltung auf 31 großkronige Gleditschien, Regenwasserversickerung und Verdunstungskühlung. Klimasimulationen rechnen nach 20 Jahren mit einer um bis zu 18 Grad niedrigeren gefühlten Temperatur. Der Anteil unversiegelter Flächen soll um 43 Prozent steigen.

Seit Abschluss der Neugestaltung gilt am gesamten Bozner Platz einschließlich des westlichen Abschnitts der Wilhelm-Greil-Straße bis zur Ecke Brixner Straße/Meinhardstraße eine Begegnungszone. Zu Fuß Gehende, Radfahrende und Autos teilen sich den Bereich. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. Die Zufahrt zu Garagen, privaten Stellplätzen sowie Liefer- und Ladezonen bleibt möglich.

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