Carinthischer Sommer eröffnet in Villach mit Persien-geprägtem Programm
Der Carinthische Sommer wurde im Congress Center Villach mit einem Persien-geprägten Eröffnungskonzert eröffnet. Das RSO Wien spielte dabei die österreichische Erstaufführung von Charles Koechlins Les Heures Persanes.
Der Carinthische Sommer wurde am 4. Juli im Congress Center Villach mit einem Persien-geprägten Eröffnungskonzert eröffnet. Das RSO Wien gab die österreichische Erstaufführung von Charles Koechlins Les Heures Persanes, dirigiert von Markus Poschner.
Den Abend eröffneten die in Wien lebende Sängerin Golnar Shahyar und der Gitarrist Mahan Mirarab mit zwei eigenen Kompositionen. Shahyar trug ‚Love Is‘ vor, Mirarab spielte ‚Lars in Isfahan‘ auf der Doppelhalsgitarre.
Reise nach Isfahan
Die Schauspielerin Petra Morzé rezitierte eine neue Fassung der Reisebeschreibungen aus Pierre Lotis Nach Isfahan, die die einzelnen Stationen der Karawanenfahrt bis zur Rosenblüte in Isfahan schilderte. Die Rezitation ergänzt die musikalische Erzählung der Suite.
Koechlins Werk wurde ursprünglich als Klaviersuite komponiert und 1921 instrumentiert. Die 16-teilige Suite blieb überwiegend in ruhigen, dunklen Klangfarben, nur in wenigen, lebhafteren Passagen etwa beim Erreichen Isfahans kamen stärkere Ausbrüche zur Geltung.
Das Programm steht im Zeichen des Festivalmottos ‚fern & nah‘, das von Pierre Lotis Roman Nach Isfahan inspiriert ist. Die Aufführung in Villach verband musikalische Rarität und textliche Reisebilder zum Auftakt des Festivals.
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