Deutschkreutz: Drei Kandidaten für Bürgermeister-Nachwahl fix
Für die Bürgermeister-Nachwahl in Deutschkreutz am 13. September stehen Eva Heidenreich, Jürgen Hofer und Manfred Kölly fest.
Für die Bürgermeister-Nachwahl in Deutschkreutz stehen drei Bewerber fest. Eva Heidenreich kandidiert für die ÖVP, Vizebürgermeister Jürgen Hofer für die SPÖ und Manfred Kölly für das Bündnis Liste Burgenland (LBL). Nach dem Ende der Einreichfrist veröffentlichte die Landeswahlbehörde die Kandidatenliste.
Gewählt wird am Sonntag, dem 13. September 2026. Bereits am Freitag, dem 4. September, gibt es einen vorgezogenen Wahltag. Falls keiner der drei Bewerber im ersten Durchgang die absolute Mehrheit erreicht, ist für den 11. Oktober eine Stichwahl angesetzt. Wahlberechtigt sind 2.988 Personen.
Die Nachwahl wurde notwendig, weil Andreas Kacsits (ÖVP) sein Bürgermeisteramt Ende April aus beruflichen und privaten Gründen zurückgelegt hatte. Kacsits war 2021 auf Kölly gefolgt und setzte sich bei der Bürgermeister-Stichwahl 2022 mit 50,57 Prozent knapp gegen Hofer durch. Seit Kacsits’ Rücktritt führt Hofer die Amtsgeschäfte der Gemeinde.
Im Gemeinderat verfügt die ÖVP derzeit über zehn Mandate, die SPÖ über neun und die LBL über sechs. Heidenreich ist ÖVP-Gemeindeparteiobfrau, Hofer SPÖ-Vizebürgermeister. Die LBL entschied sich erst gegen Ende der Einreichfrist für ihren Gemeindevorstand und früheren Bürgermeister Kölly.
Kölly stand von 2002 bis 2021 an der Spitze der Gemeinde. Im Dezember 2020 wurde er wegen Amtsmissbrauchs zu 17 Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Hintergrund waren Wahlkarten, die er vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2017 Bewohnern gebracht haben soll, sowie teilweise von ihm angekreuzte Stimmzettel. Das Oberlandesgericht Wien bestätigte das Urteil Ende September 2021. Kölly war Anfang desselben Monats zurückgetreten, bevor er das Amt wegen der mehr als einjährigen Strafe gesetzlich verloren hätte.
Für seine erneute Kandidatur nennt Kölly eine Entscheidung innerhalb der LBL sowie politische Vorhaben. Er will unter anderem in Schule und Kindergarten investieren, den Weinbau unterstützen und das Freibad weiterentwickeln. Als Pensionist könne er sich dem Bürgermeisteramt nach eigener Darstellung hauptberuflich widmen.
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