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Rechenzentren: Anfragen für fast 6.000 MegawattBild mit KI erstellt

Für Rechenzentren liegen bereits Anfragen für fast 6.000 Megawatt Anschlussleistung vor. KI-Anwendungen erhöhen den Bedarf an Stromnetzen.

Künstliche Intelligenz führt zu mehr Datenverarbeitung, die laut Forum Versorgungssicherheit viel mehr Energie als die normale Internetnutzung verbraucht. Dadurch steigt der Bedarf an Rechenzentren, Energie und leistungsfähigen Stromnetzen.

Moderne Rechenzentren benötigen unter anderem große, ebene Flächen mit entsprechenden Widmungen, eine Anbindung an Datennetze und Internetknotenpunkte, leistungsfähige Stromanschlüsse, Notstromversorgung und Kühlwasser.

Nach Angaben der Austrian Data Center Association wird Österreich zusätzliche Rechenzentren mit einem Leistungsbedarf von rund 500 Megawatt benötigen. Bei den Netzbetreibern des Forums Versorgungssicherheit liegen für Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und das Burgenland bereits Anfragen für fast 6.000 Megawatt Anschlussleistung vor. Das entspricht dem Stromverbrauch aller Bewohner, Unternehmen und Industrien in dieser Region. Michael Haselauer, Geschäftsführer der Netz Oberösterreich, erklärte, der Stromverbrauch würde sich binnen kürzester Zeit verdoppeln. Wie viele Anfragen tatsächlich umgesetzt werden, ist unklar.

Netzanschluss und Energielieferung folgen klaren Regeln

Für den Netzanschluss eines Rechenzentrums gilt wie für jeden anderen Netzkunden das Verursacherprinzip. Wird eine neue Anlage ausschließlich für einen Kunden errichtet, muss dieser die Kosten vollumfänglich tragen. Dient sie auch anderen Kunden, kann ein Teil der Kosten auf alle Netzkunden sozialisiert werden.

Netzbetreiber sehen vor allem in der Bereitstellung der Anschlussleistung eine Herausforderung, weil Rechenzentren in der Regel deutlich höhere Leistungen als herkömmliche Industrieanlagen benötigen und rund um die Uhr nahe am Leistungsmaximum beziehen werden. Den Energielieferanten wählt der Kunde am freien Strommarkt aus.

Stromanschluss in Kronstorf ist betriebsbereit

Die Netz Oberösterreich hat den Stromanschluss für das neue Datacenter in Kronstorf hergestellt. Die Planungen für den Netzanschluss begannen im Jahr 2018, nach dem Genehmigungsverfahren im Jahr 2019 wurde das Projekt umgesetzt. Seit 2022 ist der Anschluss betriebsbereit. Der Betreiber hat den gesamten Netzanschluss vollumfänglich bezahlt.

Der bestehende Netzanschluss im Umspannwerk Kronstorf West hat eine Leistung von 150 Megawatt. Weitere Leistungsanfragen sollen mit der Einreichung der Ausbaustufen 2 und 3 folgen, liegen aber noch nicht konkret vor.

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