Gailtaler Almkäse: Saisonanschnitt zum 30-jährigen Bestehen
Am Samstag, 18. Juli, wird auf der Reisacher Jochalm der erste Gailtaler Almkäse der Saison angeschnitten – zum 30-jährigen Bestehen des Vereins.
Auf der Reisacher Jochalm wird am Samstag, 18. Juli, der erste Gailtaler Almkäse der laufenden Saison angeschnitten. Die Veranstaltung fällt mit dem 30-jährigen Bestehen des Vereins Gailtaler Almkäse zusammen.
Der Verein entstand rund drei Jahrzehnte nach dem Zusammenschluss mehrerer Almbauern im oberen Gailtal, der kurz nach Österreichs EU-Beitritt erfolgte. Ziel war es, die überlieferte Käseproduktion durch ein Gütesiegel und ein EU-Förderprogramm abzusichern.
Investitionen in der Anfangsphase
Zu Beginn wurden innerhalb von ein bis zwei Jahren 60 Millionen Schilling investiert. Gründungsmitglied Christof Wassertheurer beziffert den heutigen Gegenwert dieser Summe mit rund 4,4 Millionen Euro.
Auf den Almen entstehen jährlich rund 40 Tonnen Gailtaler Almkäse. Die Erzeugung erstreckt sich über drei Monate, verkauft wird der Käse über das gesamte Jahr. Die Herstellung orientiert sich weiterhin an einer seit Jahrhunderten gepflegten Tradition.
Elisabeth Buchacher steht dem Verein als Obfrau vor und arbeitet selbst als Sennerin. Der Käse wird ausschließlich direkt vermarktet. Er ist nicht im Handel erhältlich. Seine Produktion trägt zur regionalen Wertschöpfung bei und stärkt auch den Tourismus im Gailtal.
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