Hitze und Sport: Land Tirol startet Informationskampagne
Eine neue Tiroler Broschüre und Videos zeigen, wie Vereine und Sporttreibende Training bei Hitze sicherer planen können.
Mit der Informationskampagne „Hitze und Sport“ informiert das Land Tirol über einen vorsichtigen Umgang mit sportlicher Belastung bei hohen Temperaturen. Ergänzend zum Leitfaden „Gesunder Sport in Zeiten des Klimawandels“ erscheinen Videos zu „Laufen bei Hitze“ und „Vereinssport bei Hitze“. Philip Wohlgemuth und Cornelia Hagele stellen dabei die Gesundheit vor sportlichen Ehrgeiz und raten zu einer an die Wetterlage angepassten Planung.
Hohe Außentemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigen die Wärmeregulierung des Körpers. Bei intensiven Einheiten oder längerer Belastung kann eine Überhitzung entstehen. Das Land empfiehlt deshalb, Dauer und Intensität des Trainings der jeweiligen Wetterlage anzupassen, schattige Plätze zu wählen und Sport möglichst am frühen Morgen oder am Abend auszuüben.
Leitfaden bündelt Empfehlungen für Vereine und Trainingsplanung
Der Leitfaden richtet sich besonders an Vereine sowie an Trainerinnen, Trainer und Funktionärinnen und Funktionäre. Er behandelt unter anderem Trainingsplanung, Trinkmenge, Ernährung, Belastungssteuerung, Warnzeichen und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Hitze. Die Broschüre gehört zur Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie 2025 – 2027 „Leben mit Zukunft“ der Tiroler Landesregierung und entstand mit den tirol kliniken, dem Olympiazentrum Tirol sowie dem Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus.
Wolfgang Schobersberger, Direktor des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus, wirkte an der Kampagne mit. Er rät, schon vor dem Training regelmäßig zu trinken und die Flüssigkeitszufuhr bei längeren Belastungen fortzusetzen. Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit sollen ernst genommen werden. Bei schweren hitzebedingten Beschwerden ist der Notruf zu verständigen. Ein Flüssigkeitsverlust von mehr als zwei Prozent des Körpergewichts kann Konzentration, Leistungsfähigkeit und Reaktionsvermögen deutlich beeinträchtigen.
Gesundheitsdirektorin Theresa Geley verweist auch auf Maßnahmen außerhalb des Sports. Regelmäßiges Trinken, leichte wasserreiche Ernährung, das Meiden direkter Sonne und gezielte Abkühlung sollen den Körper an heißen Tagen entlasten.
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