Japankäfer erstmals 2026 in Hörbranz gefangen
Am 24. Juli ging in Hörbranz der erste Japankäfer des Jahres 2026 in eine Falle. Nach Funden nahe der Grenze wurde die Überwachung ausgeweitet.
Am 24. Juli ging in Hörbranz erstmals im Jahr 2026 ein Japankäfer in eine Falle.
Nach zahlreichen Funden in der bayerischen Grenzregion baute das Land Vorarlberg sein Überwachungsnetz mit weiteren Lockstoffen und Sichtkontrollen an Wirtspflanzen aus. Vorausgegangen waren auch Meldungen aus Lindau und Buchs.
In Lindau wurden seit einem Fund vor rund einem Monat mehr als 30 Käfer gezählt, darunter mehrere Weibchen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft lässt mit einer Abgrenzungserhebung prüfen, wie weit sich die Tiere dort verbreitet haben.
Im Vorjahr wurden in Vorarlberg vier Exemplare festgestellt, sämtlich in Hörbranz und Umgebung. Seit dem ersten Vorarlberger Fund im Juli 2025 gelten intensivierte Monitoring-Maßnahmen nach dem österreichischen Notfallplan für den Japankäfer.
Der aus Ostasien stammende Japankäfer ist ein invasiver, meldepflichtiger Quarantäneschädling. In der Europäischen Union zählt er zu den 20 Schädlingen mit dem höchsten erwarteten Schadpotenzial. Menschen gefährdet er nicht, doch Larven und ausgewachsene Käfer können landwirtschaftliche Kulturen, Obst- und Zierpflanzen sowie Grünflächen schädigen. Mehr als 400 Wirtspflanzen stehen dem Käfer zur Verfügung.
Seine Flugzeit dauert, abhängig von Witterung und Temperatur, von Anfang Juni bis Ende September. Auf natürlichem Weg breitet er sich pro Jahr über ein bis 20 Kilometer aus, außerdem kann er in Fahrzeugen, Gepäck oder Waren mitreisen. Das Land rät deshalb besonders nach Aufenthalten in Italien oder der Schweiz zur Kontrolle von Fahrzeugen und mitgeführten Gegenständen.
Erkennbar ist der etwa zehn Millimeter große Käfer an einem metallisch grünen Kopf und Halsschild, kupferfarben glänzenden Flügeldecken sowie zwölf weißen Haarbüscheln am Hinterleib. Bei Gefahr verharrt er reglos und spreizt die Beine seitlich ab. Verdächtige Funde sollen eingefangen und gesichert werden, etwa in einem verschlossenen Behälter im Tiefkühlfach. Danach sollen ein scharfes Foto sowie Fundort und Funddatum an den Amtlichen Pflanzenschutzdienst oder über die AGES-Plattform übermittelt werden.
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