Manipulationsverdacht nach Gasexplosion in Floridsdorf
Eine Gasexplosion zerstörte am Karl-Benz-Weg in Floridsdorf ein Haus. Der 93-jährige Verdächtige wurde schwer verletzt, das Areal ist gesperrt.
Kurz nach Mitternacht zerstörte eine Gasexplosion ein Einfamilienhaus am Karl-Benz-Weg in Floridsdorf. Im betroffenen Gebiet Großjedlersdorf wurden auch benachbarte Gebäude und abgestellte Autos beschädigt.
Teile der Trümmer standen nach der Explosion in Brand. Die Feuerwehr löschte, kontrollierte beschädigte Gebäude und Fahrzeuge und suchte den Schutt danach mit Rettungshunden ab.
Ein Rettungshund schlug an, weitere Hunde bestätigten die Stelle. Einsatzkräfte räumten den Schutt in diesem Bereich händisch weg und befreiten einen 93-Jährigen.
Der Mann erlitt Verbrennungen zweiten Grades und kam auf die Intensivstation. Gegen ihn richtet sich der Verdacht, er habe durch Eingriffe an Gasleitungen die Explosion mutwillig verursacht.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der 93-Jährige wegen Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung festgenommen. Im Krankenhaus wird der Schwerverletzte von der Polizei bewacht.
Weitere Menschen aus der Nachbarschaft erlitten Verletzungen. Fassaden, Fensterscheiben und mehrere geparkte Fahrzeuge wurden durch die Explosion und herumfliegende Teile beschädigt.
Brandermittler des Landeskriminalamts Wien übernahmen die Ermittlungen. Das Motiv war am Sonntag nicht geklärt. Am Sonntagfrüh war das Areal in und rund um die Siedlung polizeilich gesperrt.
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