Rechnungshof rügt Rücklagen und Bezüge der Wirtschaftskammer
Der Rechnungshof legt zwei Berichte zu Rücklagen und Bezügen in der Wirtschaftskammer vor. Er verlangt klarere Strukturen und Transparenz bei den Kammern.
Der Rechnungshof hat die Wirtschaftskammer Österreich und mehrere Landeskammern geprüft. Im Mittelpunkt standen Rücklagen, Bezüge und die Struktur der Kammern.
Untersucht wurden die WKÖ, die Wirtschaftskammer Oberösterreich und die Wirtschaftskammer Salzburg. In Wien und der Steiermark ging es vor allem um Rücklagen, in Oberösterreich und Salzburg um Bezüge.
Der Rechnungshof nennt für den damaligen Generalsekretär der WKÖ und seine drei Stellvertretungen einen durchschnittlichen Bruttomonatsbezug von rund 21.500 Euro. Das lag 13 Prozent über dem Bezug der Wirtschaftsministerin oder des Wirtschaftsministers.
Auch die Entschädigungen für Spitzenfunktionäre stehen in der Kritik. Der Rechnungshof verweist auf Zuwächse zwischen 21 und 65 Prozent und hält fest, dass die Kammerfunktionen grundsätzlich ehrenamtlich sind.
Empfohlen werden klare Regeln für Bildung, Verwendung und Darstellung der Rücklagen. Zudem soll die Wirtschaftskammer durch grundlegende Strukturreformen übersichtlicher und weniger komplex werden.
WKO-Generalsekretär Jochen Danninger sagte, Verbesserungspotenziale würden in laufende Reformüberlegungen einfließen. Etliche Hinweise zielen auf Felder ab, in denen Prozesse schon im Gang sind.
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