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Modernes mehrgeschossiges Gebäudeensemble eines Studentenwohnheims mit großen Fenstern und Grünflächen.

Für zwei Betreiber von Studentenwohnheimen in Wiener Neustadt wurden Sanierungsverfahren beantragt. Eröffnet sind sie noch nicht.

Für die Campus Residence Ungargasse GmbH und die Campus Residence Grünangergasse GmbH wurden beim Landesgericht Wiener Neustadt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Die Insolvenzverfahren sind noch nicht eröffnet.

Die 2018 gegründete Campus Residence Ungargasse GmbH besitzt die Liegenschaft EZ 20392 in der Wiener Neustädter Innenstadt unmittelbar beim neuen City Campus. Dort betreibt sie ein Studentenheim mit 67 vermietbaren Wohneinheiten und beschäftigt derzeit zwei Dienstnehmer.

Die Campus Residence Grünangergasse GmbH vermietet ebenfalls Wohneinheiten auf einer eigenen Liegenschaft in der Wiener Neustädter Innenstadt. Dabei handelt es sich um die Liegenschaft EZ 20496.

Als Gründe für die Insolvenz führt die Antragstellerin erheblich gestiegene Energie-, Betriebs- und Finanzierungskosten an, die nicht an die Mieter weitergegeben werden konnten. Zudem habe sich das Preisniveau bei Kurzzeitvermietungen verschlechtert. Ein anhängiges Gerichtsverfahren über behauptete Mietzinsminderungsansprüche von Bewohnern, Prozesskosten und das wirtschaftliche Risiko des Verfahrens hätten die Lage zusätzlich belastet.

Nach Angaben der Antragstellerin fiel bei einer aktuellen Immobilienbewertung der Liegenschaftswert deutlich geringer aus, als es die bestehenden Finanzierungsverbindlichkeiten erwarten ließen. Gespräche mit der finanzierenden Bank über eine nachhaltige Restrukturierung blieben erfolglos. Eine positive Fortbestehensprognose habe sich nicht mehr darstellen lassen. Die Antragstellerin geht daher von einer Überschuldung aus.

Nach den vorliegenden Unterlagen sind vom gegenwärtigen Insolvenzverfahren 13 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund 5,8 Millionen Euro betroffen. Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen fortzuführen. Ein Sanierungsplan bietet den Insolvenzgläubigern eine Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans an.

Als Reorganisationsmaßnahme soll die bisherige Vermietung an Studenten eingestellt werden. Das Objekt soll künftig ausschließlich für Kurzzeitvermietungen genutzt werden. Forderungsanmeldungen können bereits über den Alpenländischen Kreditorenverband erfolgen.

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