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Das Schloss Ambras mit vielen Fenstern und roten Läden vor einer Bergkulisse.

Am 3. August übernimmt Thomas Kuster die wissenschaftliche Interimsleitung von Schloss Ambras. David Salchner wird Leiter des Gästebetriebs.

Am 3. August übernimmt der 49-jährige promovierte Historiker Thomas Kuster die wissenschaftliche Direktion von Schloss Ambras vorübergehend. Gleichzeitig tritt der 37-jährige diplomierte Touristikkaufmann David Salchner die neu geschaffene Leitung des Gästebetriebs an.

Kuster kennt Schloss Ambras und seine Sammlungen aus seiner langjährigen wissenschaftlichen Arbeit am Haus. Während der Übergangszeit soll er die laufenden wissenschaftlichen Vorhaben weiterführen und die Bestellung einer künftigen Direktion vorbereiten.

Salchner war zuvor als touristischer Betriebsleiter der Achenseeschifffahrt tätig und sammelte außerdem Erfahrung im Kongress-, Event- und Reisetourismus. Seine neue Aufgabe ist auf Servicequalität, Gästeerlebnis und die Weiterentwicklung des Standorts ausgerichtet und soll Schloss Ambras für Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland attraktiver machen.

Mit den beiden Personalentscheidungen endet die vorläufige Führung des Hauses durch KHM-Generaldirektor Jonathan Fine. Fine hatte Schloss Ambras seit der Dienstfreistellung von Veronika Sandbichler im März zusätzlich zu seinen Aufgaben beim KHM-Museumsverband geleitet.

Die wissenschaftliche Direktion wird in den kommenden Wochen ausgeschrieben. Gesucht wird eine erfahrene Person, die Schloss Ambras zu einem der bedeutenden Museumsstandorte Europas weiterentwickeln soll.

Zwischen Sandbichler und der Führung des KHM-Museumsverbands bestand zuvor über Monate ein arbeitsrechtlicher Konflikt. Sandbichler hatte der Museumsführung, insbesondere Fine, im März eine toxische Führungskultur sowie Mobbing und Bossing vorgeworfen und wurde kurz darauf dienstfrei gestellt. Ein externes Gutachten der Arbeitsrechtsexpertin Sieglinde Gahleitner erkannte Mitte Juni bei Fine und KHM-Geschäftsführer Paul Frey kein Mobbing oder Bossing. Mitte Juli endete Sandbichlers Dienstverhältnis einvernehmlich, wobei für die Vereinbarung Vertraulichkeit vereinbart wurde. Zuvor war eine Kündigung zum Jahresende im Raum gestanden.

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